Dienstag, 2. Oktober 2012

Musik und Kulinarisches im Haus zur gewesenen Zeit

NEU: ... und dann war da noch... ***
Musik und Kulinarisches im Haus zur gewesenen Zeit
  

(von Dieter Ritter) 02.10.2012



Musik und Kulinarisches
im Haus zur gewesenen Zeit


Gesang und Galadinner

Im Haus zur gewesenen Zeit in Diessenhofen verwöhnte am Freitag und 
Samstag Monika Stahel ihre Gäste mit einem hochstehenden Konzert und 
einem Gourmetmenu.

Zuerst gab es warmen Ziegenkäse auf Salat, dann Entrecôte, Gratin und 
Gemüse und als Dessert Mousse au Chocolat. Für musikalische 
Unterhaltung sorgten Désirée Senn aus Schaffhausen und Matthias 
Siegrist aus Zürich. 

Die beiden Berufsmusiker sangen Chansons. Senn spielte dazu 
Akkordeon und Violine und Siegrist begleitete auf seiner Gitarre. Seit 
fünfzehn Jahren hilft Siegrist bei den Kostüm-Inszenierungen von Stahel 
mit. 

An beiden Abenden waren alle 30 Plätze ausverkauft.

Reise in die Vergangenheit

Das Restaurant, Stahel nennt es liebevoll „Beizli“, verbreitet dank 
unzähliger Sammlerstücke eine einzigartige Atmosphäre. Zeitschriften, 
Schellack- und Vinyl-Schallplatten, eine Handorgel und zwei Klaviere, alles 
aus der Zeit von 1900 bis1970, versetzen die Gäste in die „gewesene 
Zeit“, entsprechend dem Namen des Hauses. 

Aus der gleichen Zeit stammen auch die Schul- und Jugendbücher in der 
Bibliothek im Parterre. Nach dem offiziellen Programm durften sich Gäste 
bei Stahel für eine Besichtigung des Kostümverleihs im ersten Stock 
anmelden. 

Die Sammlung umfasst Kleider, zum Beispiel Unterröcke, Smokings und 
Skihosen oder geflickte Kinderstrümpfe mit Gstältli und vieles mehr. Auch 
Accessoires wie Operngucker, Zylinder und sogar Haarteile können 
besichtigt werden. Stahel vermietet die wertvollen Stücke. Es handelt sich 
ausschliesslich um Originale aus der Zeit von 1900 bis 1970. 

Der „Verein Unterstützung Gewesene Zeiten“, Postfach 1555 
Schaffhausen, hilft Stahel vor allem finanziell bei ihrer aufwendigen 
Unternehmung.

Monika Stahel ist in Neuparadies Schlatt aufgewachsen. Seit rund 18 
Monaten wohnt sie im Haus zur gewesenen Zeit, dem ehemaligen 
Restaurant Bahnhof. Sie brauchte mehr als ein Jahr, um alles einzurichten 
und um ihre Schätze auszustellen. 

Einweihung war im Juni 2012. Seither hat sie das Beizli für private 
Anlässe, zum Beispiel Geburtstage, vermietet und Besichtigungen des 
Hauses organisiert. Das nächste grosse Ereignis sind Lesungen mit 
Nachtessen am 25., 26. und 27. Oktober. 

Brigitte Roesch, alias Fräulein Meier, liest eine Geschichte aus den 30er 
Jahren mit dem Titel „Meyers Modeblatt“. „Brigitte wird ein Kostüm der 
Dreissiger tragen und ich hoffe, dass sich auch viele Gäste zeitrichtig 
anziehen werden“ wünscht sich Stahel.


Dieter Ritter (dr)
© Text und Foto von Dieter Ritter


Die Berufsmusiker Désirée Senn aus Schaffhausen und Matthias Siegrist aus Zürich unterhielten
die Gäste mit Chansons







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