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Dienstag, 19. Februar 2013

Mit dem Herzen sehen - eine rührende Hunde-Geschichte





Mit dem Herzen sehen
http://sabnsn.wordpress.com/2013/02/...em-herzen-sehen/

„Barkley war drei Jahre alt, als er von einer Familie, die ihn nicht
mehr haben wollte, zu mir kam. Der große Hund, ein Golden
Retriever, war in einem schlechten Gesundheitszustand, denn
seine Vorbesitzer hatten sich nur wenig um ihn gekümmert.

Nachdem ich ihn körperlich aufgepäppelt und genügend Zeit mit
ihm verbracht hatte, um eine Beziehung zwischen uns entstehen
zu lassen, stellte ich fest, dass Barkley einen außergewöhnlichen
Charakter besaß. 






Er war intelligent und darauf versessen, anderen zu
gefallen. Wir absolvierten also die grundlegenden und die
fortgeschrittenen Gehorsamsübungen und besuchten einen
Kursus über Sozialtherapie, um all das in Erfahrung zu bringen,
was wir wissen mussten, damit Barkley ein Therapiehund
werden konnte.

Schon nach wenigen Monaten begannen wir mit unseren
wöchentlichen Besuchen im Krankenhaus. Anfangs wusste ich
gar nicht, was ich erwarten sollte, aber Barkley und ich hatten
Spaß daran, einfach mit der Arbeit anzufangen.

Zuerst vergewisserte ich mich, ob ein Patient oder eine Patientin
von Barkley besucht werden wollte, und wenn das der Fall war,
ging der Hund an das Bett und wartete so lange, bis die jeweilige
Person die Hand nach ihm ausstreckte.

Einige nahmen ihn in den Arm und drückten ihn, andere
streichelten ihn einfach nur, während er die ganze Zeit mit
wedelndem Schwanz und einem Gesichtsausdruck dastand,
der an ein breites und fröhliches Grinsen erinnerte.

Seine Sanftheit machte ihn ohne Unterschied zum Liebling aller
Menschen im Krankenhaus, seien es Mitarbeiter, Patienten oder
ehrenamtliche Helfer.

Ungefähr ein Jahr, nachdem wir mit unseren Besuchen im
Krankenhaus angefangen hatten, bemerkte ich, dass Barkley
immer schlechter sehen konnte, denn manchmal stolperte er
einfach in irgendetwas hinein.

Der Tierarzt attestierte eine Sehschwäche, die teilweise darauf
zurückzuführen sei, dass der Hund in jungen Jahren zu stark
vernachlässigt worden war. Im Laufe des Jahres verschlechterte
sich sein Zustand, aber Barkley schien sich nichts anmerken zu
lassen.

Selbst ich war mir nicht im Klaren, wie schlimm es um Barkley
wirklich bestellt war, bis ich eines Abends mit Barkley außerhalb
des gewohnten Hofes spielte.

Als ich ihm den Ball zuwarf, hatte er große Schwierigkeiten, ihn zu
fangen. Er musste seine Nase zur Hilfe nehmen, um den Ball am
Boden zu finden, nachdem er ihn mehrmals mit der Schnauze
verfehlt hatte. Am nächsten Tag ging ich mit ihm zum Tierarzt, der
eine Operation für unausweichlich hielt.

Nachdem Barkley dreimal operiert worden war, um wenigstens
einen Teil seines Augenlichts zu retten, wurde er vollkommen blind.

Ich machte mir Sorgen, wie er mit einer so schweren
Beeinträchtigung klarkommen würde, aber er gewöhnte sich
schnell an seine Blindheit. Es schien, als ob sich seine anderen
Sinne als Ausgleich für den Verlust der Sehkraft verschärft hätten.

Schon bald war er wieder auf den Beinen und bestand darauf
(indem er am Garagentor stand und die Ausfahrt blockierte), dass
ich ihn mit ins Krankenhaus nahm, damit er seine Freunde besuchen
konnte. So nahmen wir erneut zur Freude aller – und besonders zur
Freude Barkleys – unsere wöchentlichen Krankenbesuche auf.

Barkley verhielt sich im Krankenhaus so natürlich, dass die Leute
kaum glauben konnten, dass er blind war. Er war bereits blind, als
mich jemand fragte, ob er ein Blindenhund sei. Ich lachte und meinte,
dass Barkley eigentlich selbst einen Blindenführer benötigte.

Er schien die fast unheimliche Fähigkeit zu entwickeln, Dinge zu
registrieren, die jenseits der sinnlichen Wahrnehmung lagen.
Eines Tages kamen wir in ein Krankenzimmer und Barkley ging zu
meiner Überraschung direkt auf die Besucherin zu, die auf einem
Stuhl neben dem Bett saß, und berührte ihre Hand mit seiner Nase.

Nie zuvor hatte der blinde Hund den ersten Kontakt auf diese
Weise hergestellt und so fragte ich mich, was ihn in diesem Fall
wohl dazu bewogen haben könnte. Als ich neben dem Stuhl der
Frau stand und sah, wie sie mit Barkley sprach, erkannte ich
den Grund für Barkleys Verhalten.

Ich habe keine Ahnung, wie er es herausgefunden hatte, aber
der völlig blinde Barkley wusste, dass die Frau auf dem Stuhl
ebenfalls blind war.

Seltsamerweise schätzten die Patienten Barkleys Anwesenheit
sogar noch mehr, seitdem er sein Augenlicht verloren hatte.
Als Barkley einen Preis für über vierhundert Stunden ehrenamtlichen
Einsatzes erhielt, meinte jemand zu mir:

„Es ist erstaunlich, was ein blinder Hund alles bewirkt!“

Den Menschen war entgangen, dass Barkley nicht wirklich blind war.

Er konnte weiterhin sehen – mit seinem Herzen.“

"Es ist besser, ein kleines Licht zu entzünden,
als über große Dunkelheit zu fluchen."Konfuzius


Ich mag Hunde sehr gerne, vor allem Hunde mit einer eigenen starken
Persönlichkeit.

Es geht darum, dass wir erkennen, wie viel Freude wir verbreiten
können, wie viel Liebe wir weitergeben können, wenn wir einfach
einmal für einen Menschen da sind.

Wenn sich Menschen schon über den Besuch eines Hundes so freuen,
wie sehr würden sich viele Menschen freuen, wenn sie von einem
anderen Menschen Besuch bekommen würden.

Warum aber lieben die Menschen den Besuch des Hundes so sehr?
Der Hund hört ihnen zu und der Hund hat Zeit!
Wenn wir jemanden besuchen, dann lautet einer unserer einleitenden
Sätze oft:

„Ich habe aber nicht viel Zeit!“ und während wir den anderen
Menschen besuchen, reden wir oft zu viel und erdrücken den
anderen Menschen mit unseren eigenen Sorgen.

Probiert es doch einfach einmal aus: Mit kaum etwas macht Ihr eine
so große Freude, als wenn Ihr einen Menschen, der sich nach Besuch
sehnt, besucht, Zeit mitbringt und ihm still zuhört.

Und je mehr Ihr ihm zuhört, desto mehr werdet Ihr das große Geheimnis
erkennen:

Je stiller Ihr werdet und je mehr Ihr zuhört, desto mehr lernt Ihr, mit
dem Herzen zu sehen, zu erkennen, was wirklich wichtig ist, worauf
es wirklich ankommt. Und dann wird eine tiefe innere Ruhe in Euer
Herz einkehren und Zufriedenheit und Dankbarkeit werden Euer Herz
erfüllen.


Gruß Sabine




Sonntag, 21. Oktober 2012

Info-Tag Klinik St. Katharinental *** Programm mit dem Titel „Bleiben Sie am Ball“

NEU: Info-Tag Klinik St. Katharinental *** Programm mit dem Titel „Bleiben Sie am Ball“ (von Dieter Ritter)22.10.2012


Infotag Katharinental 20.10.2012
Fit und gesund


Am Informationstag der Klinik St. Katharinental in Diessenhofen
erfuhren am Samstag die Gäste, wie man fit werden und gesund bleiben
kann. Auf dem Programm mit dem Titel „Bleiben Sie am Ball“ standen
Vorträge, Aerobic-Vorführungen, Pilates-Lektionen und mehr.


Patric Gross, leitender Arzt Schmerztherapie im St. Katharinental, 
eröffnete den Anlass mit einem Referat über Rückenschmerzen. „Rund 85 
Prozent aller Leute haben mindestens einmal in ihrem Leben 
Rückenprobleme“, stellte Gross fest. Sie verursachen Kosten von 
geschätzten drei Milliarden Franken pro Jahr. 

Gross zeigte mit Hilfe von Zeichnungen, wie komplex die Aufgaben des 
Rückgrates sind. „Es ist ein Spagat zwischen hoher Stabilität bei 
möglichst viel Beweglichkeit“, erklärte er. Die Stabilität könne jeder selber 
beeinflussen, indem er die Muskeln stärkt. Rückenschmerzen seien 
meistens auf Muskelverspannungen zurückzuführen. 

Mehr Bewegung würde Abhilfe schaffen. Seltener seien 
Bandscheibenprobleme. Sie sind auf Abnützung, Knochenschwund oder 
krankhafte Veränderungen zurückzuführen. Sie werden mit präzis unter 
Röntgenüberwachung gesetzten Spritzen behandelt und in seltenen 
Fällen werden die Wirbel versteift. 

Auf die Frage einer Zuhörerin, wie Rückenschmerzen vorgebeugt werden 
könne, empfahl Gross Radfahren, Schwimmen und Gymnastik und 
besonders geeignet sei Walken.

Spannend war auch der Vortrag von Marcel Tschopp, Oberarzt im St. 
Katharinental. Er ist erfolgreicher Marathon-Läufer. In einem kurzweiligen 
Dia-Vortrag gab er einen Einblick in das Leben im Olympiadorf in London. 
Seine Laufkarriere startete Tschopp 2003. 

„Aus Jux bin ich am Marathon in Berlin gestartet und da hat mich der 
Laufvirus gepackt“ erzählte er. Seither trainiert er regelmässig. Er läuft 
bis zu 180 Kilometer pro Woche und macht Höhentraining im Engadin. Ab 
November wird er sein Arbeitspensum auf 90 Prozent reduzieren, damit 
er mehr Zeit für das Training hat. 

Tschopp startete unter Anderem an den Olypiaden in Peking und London 
und schafft die 42 Kilometer in rund zweieinhalb Stunden. Seine 
sportlichen Ziele sind die Europameisterschaft in Zürich und er würde 
gerne einmal den New York- und Boston-Marathon laufen. 

Nebst dem Training muss für ihn auch Zeit für die Familie bleiben. Tschopp 
hat eine 3-jährige Tochter und einen neun Monate alten Sohn.

Bettina Friedrich, Leiterin des Katharinental Trainings und Organisatorin 
des Anlasses, demonstrierte das Kleben mit bunten Streifen, „Kinesio 
Taping“ genannt. Dabei werden verschieden farbige Bänder auf verletzte 
oder gefährdete Gelenke geklebt. 

Die Bänder sind schwarz, rosa und blau. „Sie dürfen nach Gefühl 
ausgewählt werden, denn das Material ist immer das gleiche“ erklärte 
Friedrich.

Bei den Probelektionen von Monika Brütsch, Pilates, Jutta Konrad, 
Medical-Pilates und Heidi Riedweg, Taiji, machten viele Gäste spontan mit 
und erfuhren, wie Beweglichkeit, Kräftigung und Entspannung erreicht 
werden. Die Geräte im Fitnessraum durften unter Anleitung von 
Fachpersonal getestet werden.

Friedrich schätzt, dass etwa hundert Gäste kamen. Das sei weniger als 
erhofft. „Trotzdem werden wir nächstes Jahr wieder einen Anlass 
durchführen“ kündigt sie an.

Katharinental Training

Das Katharinental Training unter der Leitung von Bettina Friedrich verfügt 
über moderne Geräte für Fitness und Prävention. Beim ersten Besuch 
erstellen Physiotherapeuten einen auf den Kunden zugeschnittenen 
Trainingsplan. 

Nach einigen Wochen wird dieser bei einer nochmaligen Beratung 
optimiert. Die Fachleute empfehlen in der Regel, an drei Tagen in der 
Woche zu trainieren. Das Katharinental Training ist eine Abteilung der 
Klinik St. Katharinental. Sie gehört zur Gruppe der Spital Thurgau AG und 
ist spezialisiert auf Langzeitpflege, Rehabilitation und Rheumatologie.


Dieter Ritter
© Text und Fotos von Dieter Ritter



links: Monika Brütsch, Inhaberin der BSR-Vital GmbH Diessenhofen, zeigt einfache Pilatesübungen


vorne, im dunklen Dress: Heidi Riedweg aus Stein am Rhein, Lehrerin für Taiji und QiGong, erklärt
Taiji, ein Alltagstraining, das Chinesen zum Beispiel in einem Park praktizieren.


Bei Bettina Friedrich übten die Gäste Kinesio Taping, das Kleben von bunten Streifen (1)


Bei Bettina Friedrich übten die Gäste Kinesio Taping, das Kleben von bunten Streifen
 (2)




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