Kaum aus den Augen,
hat die ID ein Loch
Wer sein Portemonnaie in der Öffentlichkeit liegen lässt und es kurz
darauf wieder findet, muss trotzdem eine neue ID kaufen – auch dann,
wenn diese stets unberührt im Portemonnaie steckte. Der Staat verdient
viel Geld mit dieser Sicherheitsmassnahme.

Wer seine ID liegen lässt, erhält sie als ungültiges Dokument zurück
(Bild: Hansjörg Walter)
Die Erleichterung war riesig. Ja, der Chauffeur habe das Portemonnaie auf
dem Sitz im Tram gefunden. Und: Ja, er habe es selbstverständlich dem
Fundbüro des Sicherheitsdepartements gebracht. «Zum Glück!», sagte
sich der Mann, der das Portemonnaie am Abend davor im Tram liegen
gelassen und der BVB den Verlust sofort per Mail mitgeteilt hat.
Am Morgen ging er zum Spiegelhof, um das Portemonnaie abzuholen. «Ist
alles noch drin?», fragte der nette Herr dort. Alles war noch drin, sogar
die 200 Franken. Bloss etwas verblüffte den Mann: In seiner
Identitätskarte (ID) war ein Loch.
Der Ausweis, der noch über ein Jahr gültig gewesen wäre, war nun also
unbrauchbar. «Warum?», wollte der Mann wissen. Das sei eine
Sicherheitsmassnahme, sagte der Herr.
Darauf der Mann: «Aber bis auf den Chauffeur hatte das Portemonnaie
niemand in der Hand.» Das sei eben so, sagte der Herr. Glücklich über
das Portemonnaie und voller Unverständnis über die ID-Geschichte ging
der Mann. In der Hand hielt er die gelochte ID und das Antragsformular
für eine neue ID, das ihm der Herr mitgegeben hatte.
Verordnung als Grundlage
Wir fassen zusammen: Eine ID, die nie als gestohlen gemeldet wurde, weil sie nach dem Liegenlassen vom ... (weiterlesen...)
Euthanasie für Politparasiten
Gerhard Dörfler, der Ex-Landeshauptmann von Kärnten, auf den Hace
Strache so stolz ist, weil er – also Dörfler – Großartiges geleistet hat, wird
doch nicht im Kärntner Landtag sein Unwesen treiben, sondern in den
Bundesrat wechseln.

Noch vor einem Jahr wollte Dörfler den Bundesrat ratzeputz abschaffen.
„So hilft es nichts, wenn am Bundesrat herumgedoktert und in Wahrheit
mit einem Minireförmchen versucht wird, die Bevölkerung zu täuschen.
Der politische Alltag zeigt, dass der Bundesrat längst nur noch als
verlängerte Werkbank der Parteien agiert und schon lange keine echte
Länderkammer mehr darstellt.“
Nun sieht er die Sache naturgemäß etwas anders. Er möchte international
tätig sein und daher im Bundesrat die Parteikontakte nach Südosteuropa
knüpfen. Bitte was will der machen? Österreichische Staatsbürgerschaften
am Balkan verkaufen und den Saualm-Tourismus ein wenig ankurbeln.
Man sollte sich ernsthaft darüber Gedanken machen, ob es nicht Sinn
macht ein Gesetz zu schaffen, das die Euthanasie von abgehalfterten
Politparasiten nicht nur erlaubt, sondern dazu verpflichtet.
franzjosefs
Der alte Mann denkt nach - von Montag bis Freitag...
Satirische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und was das
Leben sonst noch zu bieten hat.
Gedaunknsplitta-Blog
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Ausstellung «PLOP» mit
sieben Gegenwartskünstlerinnen und Künstler
Wenn ein Frosch-Haiku zu inspirieren vermag
Oder
Drei Generationen in der
bildenden Kunst
SCHAFFHAUSEN. Die Eröffnung der Ausstellung «Plop» im Museum zu
Allerheiligen, organisiert von Kunstverein Schaffhausen, erfreute sich
grosser Aufmerksamkeit und überraschte mit Ideenreichtum.
Es war ein Anliegen des Kunstvereins Schaffhausen sieben Künstlerinnen
und Künstler, welche zwar eine besondere Beziehung zu Schaffhausern
haben, aber durch den auswärtigen Wohnsitz hier nicht in
«angemessener Weise» wahrgenommen werden, zu präsentieren.
«Sie sehen eine Zwischenausstellung», so Roger Ballmer, Präsident des
Kunstvereins Schaffhausen, «weil der neue Kurator Zeit braucht und kann
keinen Hasen aus dem Hut zaubern.»
Ein Frosch springt hinein
Der ungewöhnliche Ausstellungstitel entstammt einem Haiku aus dem 17.
Jahrhundert, einer traditionellen japanischen Gedichtform. Bashôs Frosch-
Haiku ist vielleicht das berühmteste Haiku überhaupt. Es ist wie die
meisten seiner Haiku in einem Gespräch mit Schülern entstanden:
«Uralter Teich.
Ein Frosch springt hinein. Plop.» Der Text sollte den Teilnehmenden Leif
Bennett, Sandra Boeschenstein, Maya Bringolf, Harry Buser, Christina
Della Giustina, Velimir Ilisevic und Leo Bettina Roost als Inspirationsquelle
dienen.
Unterschiedliche Werke
Das Resultat der künstlerischen Auseinandersetzung konnten die
Besucher am Sonntag bestaunen. Unterschiedlicher könnten die Werke
nicht sein! Aufgehängt wurden sie von den Künstlern selber, eine
Herausforderung bei diesem Sujetdschungel.
Die Bilder wirken in der Eigenständigkeit nicht fehl am Platz, es gibt einen
thematischen roten Faden, schade nur, dass die Nummern bei den Bildern
fehlen, was für viele ältere Besucher zum Laufhindernis wurde.
Die meisten haben das Wasser gesehen
Alle Kunstschaffende verbindenden dieses Geräusch des
hineinspringenden Frosches mit Wasser. So sah man von Maya Bringolf
«Bohrorgel 3,7, und 5», von Sandra Boeschenstein «10m3 potenzielles
Wasser», von Velimir Ilisevic «Wasserschüssel» und «Spiegelung – gelbes
Wasser», von Christina Della Giustina Wasserspiegelungen in den
Bäumen.
«Die meisten haben das Wasser gesehen. Schön für uns, weil wir am
Wasser sind», so Ballmer. Die Vertiefungsrichtungen sind unterschiedlich
ausgefallen, auch die Herangehensweise.
Leo Bettina Roost befasste sich mit dem Thema eher inhaltlich, sie
umfasste den Augenblick, in dem man etwas sieht, was man schon
verpasst hat und muss zurückkehren, um zu sehen, was es war. «Das
Wasser dient mir als Mittel zum Ausdruck, es ist eine Metapher für mich.
Wir sind alle unterschiedliche Teiche und Frösche.»
Ein beeindruckender Querschnitt
In seiner Ansprache mutete sich Roger Ballmer nicht zu, allein schon aus
zeitlichen Gründen, auf die einzelne Werke einzugehen. Diese Aufgabe
wurde den Vernissagegästen überlassen.
Die Gruppenausstellung bietet einen beeindruckenden Querschnitt in
vielen Hinsichten. Es wurden Frauen und Männer aus drei Generationen
ausgewählt. Den ältesten Harry Buser und den jüngsten Leif Bennett
trennen 46 Jahre.
Durch die unterschiedlichen Techniken wurden verschiedene Sparten der
bildenden Kunst mit Malerei, Zeichnungen, Skulpturen, Installationen,
Videoprojektionen, Ton- und Bildaufzeichnungen, Bücher und Fotografie
gekonnt abgedeckt. «Wozu in die Ferne schweifen?
Denn (Sieh,) das Gute liegt so nah.», schreibt einst Goethe. Die
Schaffhauser Kunstschaffenden müssen sich nicht verstecken. Es gibt
viele Werke, die es sich lohnt gesehen zu haben.
Die Ausstellung in den Räumlichkeiten des Museums zu Allerheiligen kann
bis am 05. Mai 2013 besichtigt werden.
Jurga Wüger (jw)

Gruppenbild der beteiligten Kunstschaffenden

Roger Ballmer, Präsident Kunstverein Schaffhausen erklärt das Froschheiku

Velimir Ilisevic, Lüge Beine Kurz, 2012

Maya Bringolf, Bohrorgel 7, 2012

Leo Bettina Roost, Rauschen, 2013

Leif Bennett, TU - LL., 2013

Holztisch PU-Schaum Flüssigpigmente, 2011


