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Donnerstag, 7. Februar 2013

Nur noch 217 US-Dollar in der Staats-Kasse!





Nur noch 217 US-Dollar
in der Staats-Kasse!


Halt, halt - nicht in den USA - in einem Staate in Afrika!

Es bestehen also sehr gute Chancen, dass Ihr Kontostand weit höher 
ist, als der eines ganzen Staates.

Ich rede von....Simbabwe. Da teilte der Finanzminister Tendai Biti Ende 
Januar mit: Nach Auszahlung der Gehälter für die Beamten und 
Angestellten im öffentlichen Dienst verblieb auf dem Konto des Staates 
die Summe von...

.... machen wir es etwas spannend...

... 217 US-Dollar!

Da wird wohl der eine oder andere Journalist im Publikum mehr auf dem 
Konto gehabt haben als der Staat Simbabwe.

Und ja, die Währung des Landes ist nun der US-Dollar. Ich hatte einige 
Male von der Hyperinflation in Simbabwe berichtet, da gab es Zustände 
wie 1923 in Deutschland. Dazu ein Foto von einem 50 Milliarden-
Simbabwe-Dollar-Schein:



Einmal Milliardär sein...

Mit dem konnten Sie sich am Ende nicht einmal mehr ein Säckchen 
Maismehl kaufen.

Insofern wurde sich dann von der eigenen Währung verabschiedet, und 
der US-Dollar (und auch der südafrikanische Rand) als Zahlungsmittel 
genutzt. Und seien wir mal ehrlich: 217 Dollar Plus auf dem Konto sind 
immer noch besser als zig Milliarden Minus...

Simbabwe ist generell ein Rohstoff reiches Land, mit potenziell starker 
Wirtschaft (für dieses Jahr wird ein Wachstum von 5% prognostiziert). 
Die Probleme sind die bekannten - (und wie immer) - politischer Natur.

Eine gewisse Gewitzheit kann man Herrn Biti nicht absprechen. So stehen 
in diesem Jahr Wahlen an (welche frei und fair sein mögen). Er verwies 
auf den Kontostand und sagte sinngemäß, die Wahlen würden über 100 
Mio. US-Dollar kosten. Das möchten doch dann bitte die Staaten zahlen, 
welche an Demokratisierung und Menschenrechten ein Interesse hätten.

Mit herzlichem Gruß - und den Karnevalisten in der Gemeinde wünsche ich 
von Herzen erfreuliche Weiberfastnacht!

Ihr

Michael Vaupel
Diplom-Volkswirt / M.A.
Chefredakteur Traders Daily

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Politik in Österreich *** Karl macht sich einen Koarl

NEU: Politisches Geschehen in Oesterreich *** 
Karl macht sich einen Koarl! 
(von franzjosefs) 11.10.2012




Karl macht sich einen Koarl

Jetzt hat er aber endlich genug, der schönste Ex-Finanzminister
Österreichs. Ab sofort klagt Karlheinz Grasser die Republik, weil die
Staatsanwaltschaft damals die Hausdurchsuchung der Presse mitgeteilt
hat und dadurch sein Ruf überdurchschnittlich litt.




Er ist eines der größten Justizopfer der letzten Jahre in Österreich, sagt 
er. Durch die dreijährige Verfolgung ist ihm ein massiver Schaden 
entstanden. „Meine Reputation wurde ruiniert, meine geschäftliche 
Tätigkeit wurde total zerstört. 

Ich muss mittlerweile sogar schon meine Wohnung verkaufen, weil ich 
sonst kein Einkommen mehr habe und mir die horrenden Kosten für 
Anwälte und Rechtsvertretung nicht mehr leisten könnte.“

Na ja, bevor er obdachlos wird, sollte sich der Staat erbarmen und ihm 
eine kleine, aber feine Zelle in der Justizanstalt Josefstadt zur Verfügung 
stellen. Weil die Welt sich derart gegen ihn verschworen hat, wehrt er 
sich nun. Wenn die Justiz ihn anklagt, klagt er zurück.

Aber noch besteht Hoffnung für eine außergerichtliche Lösung. Grasser 
schrieb als letztes Friedensangebot einen Brief an Justizministerin Beatrix 
Karl.

Geschätzte Kollegin!

Ich weiß, die Anrede ist nicht ganz treffend, aber, wer weiß, vielleicht bist
du nach der nächsten Wahl auch schon eine Ex. Warum tun wir uns das
alles an und verschwenden so viel Geld in diese sinnlose
Paragraphenschlacht.

Das bringt ja nichts. Schau, du heißt Karl, ich heiße Karl, lassen wir`s gut
sein und machen wir uns an Koarl. Und wenn genug Gras über die Sache
gewachsen ist, können wir dieses vielleicht sogar rauchen.

Gruß
KHG






Der alte Mann denkt nach - von Montag bis Freitag...
Satirische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und was das
Leben sonst noch zu bieten hat.
Gedaunknsplitta-Blog
http://gedaunknsplitta.blog.de/





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