NEU: Hotel/Restaurant Bahnhof Schlatt/TG ***
15 Jahre-Jubiläum von Milan und Vera Acimovic
(von Guido Elser)15.11.2012
15 Jahre Milan und Vera Acimovic
im Hotel Bahnhof
Viele Gäste brachten Geschenke mit
Zum Jubiläum 15 Jahre Wirten auf dem Hotel Bahnhof luden Milan und
Vera Acimovic am Dienstag alle Gäste zu einem feinen Imbiss ein.
Schlatt
Am Anlass nahmen 80 Personen teil. Das Hotel und Restaurant Bahnhof
in Schlatt hat sich im Laufe von 15 Jahren einen guten Namen gemacht im
Dorf Schlatt und in der Region
Markenzeichen des Hauses sind: an 7 Tagen in der Woche offen,
werktags bereits ab 06.00.Uhr, gepflegtes Kleinhotel mit 26 Betten.1997
übernahm Milan (so nennen ihn alle Gäste) das Restaurant/Hotel mit
einem Pachtvertrag für 6 Jahre Bereits 2004 konnte er das Haus kaufen.
Nun folgte successive ein Weiterausbau der Liegenschaft: So wurden alle
Hotelzimmer total erneuert, und 2008 wurde der Saal für 140 Personen
umgebaut und total renoviert. Dieser schöne Saal gilt heute als
Prunkstück in der Region.
Wer Interesse an diesem Saal hat, tut gut daran, diesen frühzeitig zu
reservieren.
Langjähriges Personal Das Restaurant verfügt über langjähriges
Personal in der Küche und im Service. Von Ende Oktober bis Ende Januar
ist der Saal fast jedes Wochende vor allem am Freitag und Samstag
ausgebucht für Familienfeste, für Firmenanlässe etc. Ab Januar kommen
dann die Generalversammlungen verschiedener Vereine.
Der Koch René Weber ist schon 12 Jahre im Haus, und die Servierochter
Jeanine auch schon 4 Jahre. Die Gäste sagen immer wieder, dass bei
Milan auch die Ehefrau Vera stark am guten Erfolg des Hauses beteiligt
sei.
So hatte Werner Benz aus einer Hagbuchen-Wurzel eine Tisch-Plastik
gestaltet auf deren einen Seite «Tip-Top» (ein Spruch von Milan) auf der
anderen Seite «Vera, die gute Fee» ins Holz geschnitten war.
Als Gast weilte auch Gemeindemann Kurt Enmgel mit seiner Frau
Elisabeth an der Feier. Auf das Hotel Bahnhof angeprocheb sagte der
Gemeindemmann, dass es sehr schätze, dass das Ehepaar Milan und
Vera das Hotel so vorzüglich führe und auch finanzielle viel in die
Liegenschaft investiert habe.
Und er staune, dass Wirt Milan einfach immer da sei, wenn immer man
auch ins Lokal komme.
Ist eine Nachfolge in Sicht? Wirt Milan ist 58 Jahre alt. Auf die Frage, wie
das einmal mit dem Betrieb weitergehe, gab der Wirt zu bedenken, dass
seine drei Kinder, heute zwischen 20 und 27 Jahre alt, gute Berufe
gelernt haben.
Ob eines der Kinder das Hotel einmal übernimmt, steht noch nicht fest.
Milan meinte dazu, da könnten vielleicht die allfälligen Heiraten noch
etwas bewirken.
Guido Elser (ge)
© Text und Fotos von Guido Elser
Die Wirtsleute Milan und Vera Acimovic vor dem Tisch mit den vielen Geschenken

Gast Werner Benz mit der Wurzel-Plastik

Blick in eine der Gäste-Runden

Die Gäste Hansjörg Roost und Gemeindeammann Kurt Engel (rechts)
Hotelpreise für Rio+20 explodieren
Wie jetzt bekannt wurde, so wollen immer mehr Länder weniger
Delegierte nach Rio entsenden. Der Grund hierfür ist nicht etwa das
mangelnde Interesse an dem Gipfel, welcher die Chance hat die größte
Konferenz zu werden, welche die Vereinten Nationen bis dato
ausgerichtet haben.
Nein, es sind die Hotelpreise, die immer mehr Delegierte abschrecken am
Rio+20-Gipfel teilzunehmen. Der Preis von 600 Euro pro Nacht für eine
Übernachtung in der Fünfsternekategorie, dass ist dann doch den
meisten zu viel.
Das sieht jedoch der Konferenzbeauftragte der Stadt Rio völlig anders,
denn Sérgio Besserman kann gar nicht die Kritik von elf Abgeordneten
des Europaparlaments bzgl. der angehobenen Hotelpreise passend zum
Gipfel verstehen. Bessermann bezeichnete es “zutiefst unglücklich“ dass
die Abgeordneten scharfe Kritik an den Übernachtungspreisen geäußert
hatten.
Denn seiner Meinung nach wurden diese Preise ja auch in der
Vergangenheit in Paris oder New York ohne Einspruch akzeptiert. Für ihn
sind solche Äußerungen ein Zeichen dafür, dass es noch viele nicht
verstanden haben oder akzeptieren wollen, dass auch Brasilien
inzwischen wirtschaftlich wesentlich besser dasteht, als dies früher der
Fall war – somit sich auch die Preisgefüge nach oben hin verändert
haben.
Sérgio Bessermann
Fakt ist jedoch, dass alleine die Europäische Union ihre Delegation um 30
Prozent gekürzt hat. Somit ist es eher fraglich, ob letztendlich auch
tatsächlich die einst erwarteten 50.000 Rio+20-Gipfel-Teilnehmer auch
tatsächlich kommen werden.
Von Seiten der Regierung wird nun versucht Druck auf die Hoteliers
auszuüben, damit der Ruf des Gipfels nicht auch noch wegen diesem
Punkt stark leidet. Ob sich die Hoteliere aber letztendlich diesem Druck
beugen werden, dies ist mehr als fraglich.
Schließlich galt schon immer für Rio die einfache Faustregel, dass man die
eh schon hohen Hotelpreise zu Silvester und Karneval einfach nur mit drei
multiplizieren brauchte, um dann die jeweiligen Saison-Preise zu erhalten.
An dieser Vorgehensweise hielt man sich auch zuerst bei dem Rio+20-
Gipfel, nur diesmal juckte es wohl zu vielen Hoteliers in den Fingern die
Grenzen auszutesten und zu schauen, was der Markt tatsächlich bereit
ist herzugeben.
Auch die Pflichtpakete in Rio für Wochenenden oder vor oder nach
Feiertagen, wo über den gesamten Zeitraum gebucht werden muss ganz
gleich ob man das Zimmer letztendlich benötigt oder nicht, wurde auf den
Rio+20-Gipfel angewendet.
So offerieren die großen und bedeutenden Hotels fast alle ausschließlich
nur ein Zimmer für den gesamten Gipfelzeitraum, ganz gleich wie lange
man tatsächlich an diesem teilnehmen kann oder möchte.
Die brasilianische Regierung, die sich nun medienwirksam bei den
Hoteliers für eine Senkung der Hotelpreise einsetzt, trägt jedoch an
diesen eine hohe Mitverantwortung. Schließlich war es das
Außenministerium, welches eine Agentur vor mehreren Monaten damit
beauftragt hatte, rund 70 Prozent der Zimmer in der Vier- und Fünfsterne-
Kategorie zu reservieren.
Wer ein so großes Kontingent an Hotelbetten bucht, der erhält auf dem
freien Markt einen gehörigen Preisnachlass. Normalerweise zumindest –
aber nicht in Rio. Denn selbst gegenüber der Agentur wurden die Preise
kräftig erhöht, anstatt dass ein Rabatt gewährt wurde.
Die Agentur packte dann noch einmal eine Gewinnmarge von 30 Prozent
für sich oben drauf.
Eigentlich hätte der Konferenzbeauftragte mit seiner Kritik an den elf
Europa- parlament-Abgeordneten, die sich über die zu hohen Preise
beschwert hatten, lieber hinter dem Berg halten sollen. Denn auch aus
Brasilien selber hagelt es immer lauter werdende Kritik.
So musste man in Brasília feststellen, dass für die einhundert
Abgeordneten welche man nach Rio entsenden wollte, der knapp
kalkulierte Spesen-Etat für die Übernachtungen nicht ausreicht. Die
Umweltministerin Izabel Teixeira machte keinen Hehl daraus, dass sie in
Rio lieber bei Freunden übernachten werde, um Kosten zu sparen, als das
Geld den Hotels hinterherzuwerfen.
Glück dem, der dann wahre Freunde vor Ort hat, denn anders als in
Europa ist es in Brasilien nicht üblich Privatzimmer anzubieten – und wer
dies tut, der will meist ebenfalls kräftig Kasse machen.
Viele sehen jetzt bereits in dem Rio+20-Gipfel die Generalprobe zum
Abkassieren für die anstehende Fußball-WM. Die Anzahl der Hotelbetten
von derzeit rund 32.000 Betten soll bis dahin zwar noch einmal um
17.000 weitere Hotelzimmer erhöht werden, und falls diese Anzahl an
Übernachtungsmöglichkeiten nicht ausreicht sollen riesige
Kreuzfahrtschiffe im Hafen vor Anker gehen – aber obsich dadurch ein
günstigeres Preisgefüge für die Fußball-Fans ergibt ist mehr als fraglich.