NEU: Rund um Geld, Vermögen, Rente *** Levi Strauss & Co -
138 Jahre nach Patenterteilung (von Jürgen Nowacki) 12.10.2012
Levi Strauss & Co
138 Jahre nach Patenterteilung
Am 9. Oktober gab Levi Strauss sein Ergebnis für das 3. Quartal bekannt
was wir als Anlass nehmen tiefer in die Geschichte eines deutschen
Unternehmers einzusteigen, der es durch einen glücklichen Umstand und
harte Arbeit zu einem der größten Bekleidungshersteller der Welt
geschafft hat.
Strauss wurde unter dem Namen Löb Strauß im oberfränkischen bei
Bamberg als Sohn jüdischer Eltern geboren. Sein Vater, Hirsch Strauß,
starb früh an Tuberkulose, als Löb 16 Jahre alt war. Die vielköpfige Familie
lebte in großer Not was sie bewog 1847 nach Amerika auszuwandern.
1853 ging Strauss nach San Franzisco um sein eigenes Unternehmen zu
gründen.
Die Anfänge
Strauss verkaufte seine Waren nicht nur in San Francisco, sondern
aufgrund der guten Preise auch bei den Goldgräbern vor Ort. Da er zuvor
mit den Handel von Kleidung und Kurzwaren Erfahrung gesammelt hatte,
wurden Stoffballen, Zeltplanen und Nähzeug mitgenommen. Er fand bald
heraus, dass die Goldgräber bei ihrer harten Arbeit strapazierfähige
Hosen benötigten.
Im Dezember 1870 kam der aus Riga stammende Schneider Jacob Davis
auf die Idee, die Ecken der Hosentaschen und das untere Ende des
Hosenlatzes mit Nieten eines Pferdegeschirrs zu verstärken. Weil ihm für
die Patentierung seines 1872 entwickelten Verfahrens Geld fehlte,
wandte er sich an Levi Strauss, der ihm seinerzeit bereits die Tuchballen
lieferte.
Strauss unterstützte das Vorhaben und erhielt zusammen mit Davis am
20. Mai 1873 das entsprechende Patent (US-Patent-Nr. 139121).
Die vernieteten Waist Overalls stießen auf eine riesige Nachfrage. Bis zum
Jahresende wurden 5.875 Dutzend Hosen und Mäntel aus Denim verkauft
(Quelle: Strauss & Co Firmenchronik). Zwei Fabriken produzierten diese
Hosen und zehn Jahre später waren bereits 535 Angestellte für das
Unternehmen tätig.
138 Jahre nach Patenerteilung, das dritte Quartal 2012 der Levi Strauss &
Co, San Francisco
Robert D. Haas, Chairman of the Board ist ein UrUrGroßneffe des
Firmengründers Levi Strauss und berichtet einen 9 prozentigen
Umsatzrückgang auf 1,101 Mrd. US-Dollar für das dritte Quartal.
Das Betriebsergebnis stieg von 81 auf 87 Millionen USD und zeigt wie
stark sich die Gewinnmarge entwickelt hat.
Dresscode casual wear, ist eine Lebenseinstellung geworden, die von
keinem anderen Unternehmen so stark geprägt wurde wie von Levis. Sie
hat in den letzten Jahren viele Nachahmer gefunden und selbst die
teuersten Modelabels haben erkannt, das mit der guten alten Jeans,
attraktiv geschnitten und mit Applikationen versehen, in Kombination mit
eleganten Jacketts von Armani oder Gucci sportlich Eleganz erst möglich
wurde.
Anleger, die sich mit einem finanziellen Engagement bei Levi Strauss & Co
befassen werden erstaunt feststellen, dass es keine Möglichkeit gibt
Aktien zu erwerben. Eine Möglichkeit sein Geld einem Unternehmen mit
mehr als 150 Jahre Firmengeschichte anzuvertrauen besteht darin
Unternehmensanleihen (Corporate-Bonds) zu erwerben.
Aus diesem Grunde veröffentlicht das Unternehmen seine
Quartalsergebnisse lediglich für seine Bondholder. Analysten folgender
Banken beobachten und kommentieren die Unternehmensentwicklung in
den Medien: Wells Fargo Securities, JPMorgan und Banc of America. Die
Unternehmensanteile liegen heute noch ausschließlich bei
Familienmitgliedern und den Erben der Familie Strauss.
Auf diese Weise, so der Präsident und CEO John Anderson, ist es möglich
ohne Druck von außen und kurzfristig denkenden Spekulanten die Arbeit
so zu verrichten, dass in erster Linie mitarbeiterfreundliche
Unternehmensziele formuliert und die Unabhängigkeit des Unternehmens
gewährleistet wird.
Jürgen Nowacki
Chefredakteur Target Trader
Die Copacabana
-
ein Treffpunkt der Prominenz (1)
Immer wieder begegenet man an der Copa prominenten Personen und
Persönlichkeiten. Öfters rätselt man über ein Gesicht und versucht es
einer bekannten Grösse aus der Politik, der Wirtschaft oder dem Show-
Business zuzuordnen. Vielfach gelingt das auch - doch hin und wieder
handelt es sich um ein „Double“, also um eine(n) Doppelgänger(in)
Hier ein Bespiel einer Person, die vor dem Copacabana Palace
Furore
machte: Der Doppelgänger von Barack Obama!
Die Presse stürzte sich auf den mit drei Sicherheits-Beamten
auftretenden Obama-Doppelgänger und veröffentlichte
anderntags in den grössten Tageszeitungen von Rio sein Konterfei.
Olympia-Teilnehmer mit
Rekordversuch
Von ganz anderem Kaliber ist der Karate-Lehrer und
Olympia-Teilnehmer
Sérgio Eric Borges da Silva, der in seinem neusten Projekt den
Rekord von Dean Karnazes (152 km in 24 Stunden) übertreffen möchte!
Sérgio Eric ist ein im besten Alter stehender brasilianischer
Athlet, der
durchaus das Zeug hat, diese Rekordmarke zu brechen: 31 Jahe alt,
178 cm gross und 85 kg schwer - Voraussetzungen, die dafür ideal
erscheinen.
Im Februar oder März 2010 sollte der Versuch gestartet werden.
Sérgio
Eric hofft, dass er bis zu diesem Zeitpunkt dïe dafür nötige Sponsoren-
Unterstützung realisiert hat.
Sérgio Eric Borges da Silva und sein
Trainings-Partner
Seine Refernzen sind beeindruckend. Trotzdem - seine Karate-Schule
in
einem Aussenbezirk von Rio konnte er nie zum vollen Erfolg aufbauen.
Viele, der unzähligen jungen Talente, die Brasilien vorzuweisen hat,
machten ihm auch den Platz in der Nationalmannschaft streitig.
Sérgio Eric möchte sich deshalb mit einem Exloit wieder inErinnerung
rufen und dazu kommt ihm dieser Rekordversuch sehr gelegen.
Ein anderes Schicksal
1991 anlässlich der Panamerikanischen Spiele hier in Rio,
„verabschiedeten“
sich zwei Olympiasieger aus der kubanischen Nationalmannschaft und
beantragten in Brasilien Asyl (was ihnen auch gewährt wurde).
Die kubanische Botschaft wurde auf der Sucher nach den beiden
abtrünnigen Athleten bald fündig und setzte sie gehörig unter Druck.
Der Kollege des Olympiasiegers Arnoldo Mepios (31) (im Karate-Sport
bis 58 kg), wurde von Landsleuten dergestalt „barbeitet“, dass er nach
nur 9 Monaten nach Kuba zurückkehrte. Dort arbeitet er auch heute noch
(zur Strafe!) in einer
Zuckerrohr-Plantage!
Arnoldo blieb in Brasilien und baute sich als
Junioren-National-Trainer
seine eigene Existenz auf. Vor wenigen Tagen bekam er übrigens die
brasilianische Staatsbürgerschaft.
NEU: Politisches Geschehen in Oesterreich ***
Karl macht sich einen Koarl!
(von franzjosefs) 11.10.2012
Karl macht sich einen KoarlJetzt hat er aber endlich genug, der schönste Ex-Finanzminister
Österreichs. Ab sofort klagt Karlheinz Grasser die Republik, weil die
Staatsanwaltschaft damals die Hausdurchsuchung der Presse mitgeteilt
hat und dadurch sein Ruf überdurchschnittlich litt.
Er ist eines der größten Justizopfer der letzten Jahre in Österreich, sagt
er. Durch die dreijährige Verfolgung ist ihm ein massiver Schaden
entstanden. „Meine Reputation wurde ruiniert, meine geschäftliche
Tätigkeit wurde total zerstört.
Ich muss mittlerweile sogar schon meine Wohnung verkaufen, weil ich
sonst kein Einkommen mehr habe und mir die horrenden Kosten für
Anwälte und Rechtsvertretung nicht mehr leisten könnte.“
Na ja, bevor er obdachlos wird, sollte sich der Staat erbarmen und ihm
eine kleine, aber feine Zelle in der Justizanstalt Josefstadt zur Verfügung
stellen. Weil die Welt sich derart gegen ihn verschworen hat, wehrt er
sich nun. Wenn die Justiz ihn anklagt, klagt er zurück.
Aber noch besteht Hoffnung für eine außergerichtliche Lösung. Grasser
schrieb als letztes Friedensangebot einen Brief an Justizministerin Beatrix
Karl.
Geschätzte Kollegin!
Ich weiß, die Anrede ist nicht ganz treffend, aber, wer weiß, vielleicht bist
du nach der nächsten Wahl auch schon eine Ex. Warum tun wir uns das
alles an und verschwenden so viel Geld in diese sinnlose
Paragraphenschlacht.
Das bringt ja nichts. Schau, du heißt Karl, ich heiße Karl, lassen wir`s gut
sein und machen wir uns an Koarl. Und wenn genug Gras über die Sache
gewachsen ist, können wir dieses vielleicht sogar rauchen.
Gruß
KHG
Der alte Mann denkt nach - von Montag bis Freitag...
Satirische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und was das
Leben sonst noch zu bieten hat.
Gedaunknsplitta-Blog
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