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Dienstag, 25. September 2012

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Gailingen

NEU: Gemeinde Gailingen *** 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Gailingen 
(von Guido Elser) 25.09.2012



100 Jahre
Freiwillige Feuerwehr Gailingen

100 Jahre retten – löschen – bergen – schützen

Am Samstag und Sonntag feierte die Bevölkerung 100 Jahre Freiwillige
Feuerwehr Gailingen mit einem grossen Fest.

Gailingen
 

Am Sonntagmorgen nach dem Feuerwehrfest am Samstag in der 
Hochrheinhalle versammelten sich viele Feiernde zum Festgottesdienst in 
der katholischen Kirche St. Dionys mit Pfarrer Niklaus Böhler.

Beim Empfang im Rathaussaal um 10 Uhr hatten die uniformierten 
Feuerwehrleute klar die Oberhand. Alle Feuerwehren des Landkreises 
Konstanz waren mit Delegationen vertreten. Aus Diessenhofen war als 
„Vorhut“ Kommandant 

Urs Knoll im Saal. Ihm folgten dann noch im Laufe des Vormittags aus 
Diessenhofen der Hubretter und das Tanklöschfahrzeug mit ihren 
Mannschaften ans Fest. 

Glückwünsche vom Bürgermeister

Bürgermeister Heinz Brennenstuhl beglückwünschte. seine Feuerwehr im 
Namen des Gemeinderates zum grossen Jubiläum. Und er wies darauf 
hin, dass eine gut ausgebildete Mannschaft, eine gute technische 
Ausrüstung und eine zeitgemässe Unterkunft die Kernstücke einer 
Feuerwehr seien. Und diese drei Dinge, so Brennensstuhl, seien in 
Gailingen vorhanden und die technische Ausrüstung würde am heutigen 
Tag mit der Einweihung zweier neuer Fahrzeuge noch verbessert. 

Erinnerung an vergangene Zeiten

Und Ehrenkommandant Leo Schreiber, Jahrgang 1929, erinnerte in 
Reminiszenzen an längst vergangene Zeiten. So kam Schreiber als 14 
Jähriger 1943 mitten im Krieg in die Feuerwehr, als nur noch junge 
Burschen und ein paar ältere Semester die Feuerwehr bildeten, da die 
Männer im Feuerwehralter damals alle im Krieg waren. Schreiber war 
dann selbst 25 Jahre lang Kommandant der Gailinger Feuerwehr. 

Beste Zusammenarbeit mit Diessenhofen

Es folgten diverse weitere Redner und eine Rednerin. Von mehreren 
Sprechern wurde die gute Zusammenarbeit der Gailinger Feuerwehr seit 
nun über 50 Jahren mit der Feuerwehr Diessenhofen erwähnt. Und diese 
Zusammenarbeit ist heute sogar über die Grenze hinweg vertraglich 
geregelt, was in Deutschland einmalig sein dürfte.

Der Gailinger Kommandant Jürgen Ruh und Bürgermeister-Stellvertreter 
Ingbert Sienel dankten für die vielen lobenden Wort und für die diversen 
Geschenke wie zum Beispiel das Gemälde vom Künstler Walter Kaiser aus 
Allensbach.

Zwei neue Fahrzeuge eingeweiht

Nach dem Mittagessen in der Hochrheinhalle mit Frühschoppenkonzert 
wurde dann von Pfarrer Böhler die zwei neuen Fahrzeuge: Der Kommando-
Wagen, ein Opel Frontera und das Gerätewagen-Transportfahrzeug gesegnet. 

Bei beiden Fahrzeugen wurden der Spezialausbau im Eigenbau von 
Fachleuten der Feuerwehr erledigt, was enorme Kosteneinsparungen 
brachte. 

Die Gailinger Feuerwehr heute 

Die Freiwillige Feuerwehr Gailingen zählt heute 30 Mitglieder, die 
Jugendfeuerwehr 19 Mitglieder und die Altersabteilung 21 Mitglieder

In einem Gespräch mit Kommandant Ruh war unter anderem zu erfahren, 
dass Brände gegenüber früheren Jahrzehnte stark zurückgingen und 
dass die Feuerwehr vermehrt zu Verkehrunfällen, Sturmschäden, 
Hochwasser usw. ausrücken müsse. 

Tagsüber sei die Zahl der Aktiven manchmal etwas reduziert und da sei 
man dann froh um die Zusammenarbeit mit der Stützpunktfeuerwehr
Diessenhofen.


Guido Elser (ge)
© Text und Fotos von Guido Elser 




Leo Schreiber, Iahrgang 1929, lässt vergangen Zeiten aufleben


Pfarrer Niklaus Böhler segnet die zwei neuen Fahrzeuge mit Gebeten und Weihwasser (1)


Pfarrer Niklaus Böhler segnet die zwei neuen Fahrzeuge mit Gebeten und Weihwasser (2)









Sonntag, 16. September 2012

NEU: Rhybad Gailingen *** Feier zum Abschluss der Bauarbeiten (von Dieter Ritter) 17.09.2012


Rhypark Gailingen

Feier zum Abschluss der Bauarbeiten


Erholungspark am Rhein

Am Donnerstag lud die Süddeutsche Gemeinde Gailingen zu einem Fest
ein. Anlass war der Abschluss der Bauarbeiten der Rheinufer-
Renaturierung und der Rhybadi.


Das Nordufer des Rheins gegenüber Diessenhofen wurde auf einer Länge 
von 500 Metern renaturiert. Eine breite Kiesbank schützt jetzt das Ufer. 
Vorher waren es Ufermauern und Betonplatten. Der Oekofond des 
Kraftwerkes Schaffhausen finanzierte die Bauarbeiten. Sie wurden in den 
vergangenen zwei Jahren jeweils von November bis April ausgeführt.

Am gleichen Ufer baute die Gemeinde Gailingen für 1,5 Millionen Euro 
einen grosszügigen Naturpark als Ersatz für die alte Rhybadi. Er bietet mit 
600 Metern Uferlinie freien Zugang zum Rhein. Die Anlage mit der zwei 
Hektar grossen Liegewiese mit Kinderspielplatz und beheiztem 
Kleinkinderbecken ist seit Juni 2010 in Betrieb. 

Es stehen ein Bachvolleyballfeld und Tischtennistische zur Verfügung. Das 
moderne Restaurant mit dem originellen Namen „Wiffe 74“ bietet 60 
Sitzplätze innen und etwa gleich viele Plätze auf der Terrasse. Gailingen 
hat beschlossen kein Eintrittsgeld zu verlangen. 

Dieses Geschenk an die Bevölkerung hat die angenehme Nebenwirkung, 
dass der Zuschuss des Landes Baden Württemberg an die Baukosten 50 
Prozent beträgt, gegenüber 25 Prozent, wenn die Gemeinde Eintritt 
verlangen würde.

Kindergärtler aus Gailingen eröffneten die Feier mit zwei lustigen Liedern. 
Die Festrede hielt Heinz Brennenstuhl, Bürgermeister von Gailingen. Er 
rühmte die hervorragende Qualitätsarbeit der Handwerker und begrüsste 
die Ehrengäste. 

Aus Diessenhofen kam Walter Sommer, Stadtammann, und aus Büsingen 
Bürgermeister Markus Möll. Brennenstuhl ist von der neuen Anlage 
begeistert. Es sei ein grossartiger Familienplatz geworden.


Dieter Ritter (dr) 
© Text und Fotos von Dieter Ritter




Das beheizte Kleinkinderbad ist gleichzeitig Gestaltungselement


Die Kindergärtler aus Gailingen singen ein Lied von gefrässigen Haifischen.
Hinten rechts mit schwarzer Jacke Heinz Brennenstuhl, Bürgermeister von Gailingen


Wo jetzt die flache Kiesbank ist, war vor der Renaturierung eine Betonmauer


Das Wasserspiel ist ein Kunstwerk aus Edelstahl




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