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Donnerstag, 20. Dezember 2012

Gedanken zum Jahresende

NEU: Stadtammann Walter Sommer *** Gedanken zum Jahresende 
(von Armin Jungi) (20.12.2012)



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Sonntag, 18. November 2012

Die Finanzen bleiben im Lot!

NEU: Budget-Versammlung der Stadt Diessenhofen *** Uferplanung und Investitionen (von Dieter Ritter) 18.11.2012



Budget-Versammlung der Stadt Diessenhofen,
vom 16.11.2012


Rheinuferweg bleibt

An der Gemeindeversammlung vom Freitag informierte Stadtammann
Walter Sommer unter Anderem über die Uferplanung Untersee und Rhein.
164 Stimmberechtigte und einige Gäste kamen in die Rhy-Halle.


Für den Uferweg vom Rheinbad bis zum Gasthof Schupfen sei keine
Veränderung des heutigen Zustandes geplant, orientierte Sommer.
Ursprünglich war vorgesehen, die bestehende Mauer abzubauen (siehe
Textbox).

Er bat die Versammlung, von der Planänderung zustimmend Kenntnis zu
nehmen. Die Rheinuferplanung sei Sache des Kantons und eine
Konsultativ-Abstimmung auf Gemeinde-Ebene sei nicht zulässig, erklärte
Sommer die ungewöhnliche Formulierung des Antrags. Fredi Lier trat mit
einem Kurzreferat für die konsequente Renaturierung des Rheinufers ein.

Bevor der Kanton Änderungen am Rheinufer ausführe, soll in
Diessenhofen eine Orientierungsversammlung stattfinden, schlug Sommer
weiter vor. An dieser Versammlung sei über das Vorhaben abzustimmen
und das Resultat würde an den Kanton weitergeleitet. Die Versammlung
stimmte beiden Vorschlägen einstimmig zu.

Zwei Einbürgerungen

Die Einbürgerungen von Karlheinz Riedler und Mladen Javonic wurden mit
klarem Mehr gutgeheissen. Für Riedler stimmten 119 Ja und 32 Nein. Er
ist Bürger von Schaffhausen und bewohnt seit vier Jahren zusammen mit
seinem Schwiegersohn Urs Wenger ein Doppeleinfamilienhaus in
Diessenhofen. Er ist Rentner.

Für Javonic stimmten 112 Ja und 41 nein. Er wurde in Frauenfeld geboren
und wuchs in Diessenhofen auf. Javonic spielte in der ersten Mannschaft
des FC Diessenhofen. Er ist Hochfrequenz-Techniker und arbeitet bei der
Mowag Gmbh. Seine Eltern sind seit sieben Jahren Schweizer Bürger.

Neue Organisation für die Spitex

Der Stadtrat beantragte, dem Zweckverband Spitex Thurgau Nordwest
beizutreten. Markus Birk, Präsident der Spitex Region Diessenhofen,
beschrieb die Vorteile eines Zusammenschlusses. Damit sei die Spitex für
die steigenden Anforderungen besser gewappnet.

Als Beispiele führte er die Einführung der Palliative Care (Versorgung
unheilbar Schwerkranker und Sterbender) und vermehrte psychiatrische
Pflege an. Birk erwartet, dass der Zweckverband ab 2013 funktioniert.
Birk erntete Applaus für seine Ausführungen.

„Der Zusammenschluss bringt dank gemeinsam genutzten Ressourcen
auch Kosteneinsparungen. Diese heben sich mit den Mehrkosten auf,
welche als Folge der zusätzlichen Anforderungen im kantonalen
Gesundheitswesen zu erwarten sind“ ergänzte Walter Sommer.

Das Verbandsgebiet umfasst nebst Diessenhofen auch Basadingen-
Schlattingen, Eschenz, Mammern, Schlatt, Steckborn und Wagenhausen.
Der Beitritt und die Statuten wurden ohne Gegenstimme angenommen.

Zurückhaltung bei den Investitionen

Der Voranschlag für 2013 sieht einen Ertragsüberschuss von 25‘300
Franken vor. Der Steuerfuss bleibt bei 47 Prozent, nachdem er 2011 um
zwei Prozent gesenkt werden konnte. Der Abschreibungsbedarf ist als
Folge des Sporthallenbaus gestiegen. 2013 sind Abschreibungen von
730‘000 Franken vorgesehen.

320‘000 Franken werden 2013 netto investiert. „Wir werden die
Nettoverschuldung rasch abbauen“ begründete Walter Sommer die
Zurückhaltung bei den Investitionen. 280‘000 Franken sind für einen
Umbau des Schwimmbades Rodenbrunnen vorgesehen. Die alte und
inzwischen zu kleine Küche wird ersetzt und eine Kühlzelle wird
eingebaut.

Aus einem Teil des Vorplatzes entsteht ein Wintergarten. Es ist die letzte
Etappe der Gesamtsanierung des Rheinbades. Die Versammlung
genehmigte den Voranschlag einstimmig.

zitat:

Uferplanung Untersee und Rhein

Im vergangenen Jahr veröffentlichte das Thurgauer Amt
für Raumplanung Massnahmen zur Ufergestaltung von
Untersee und Rhein. Eine davon sah die Renaturierung
des Rheinufers vom Rheinbad Diessenhofen bis zum
Restaurant Schupfen vor.

Dort verläuft heute ein Spazierweg, entlang einer
Ufermauer. Die Gemeindeversammlung vom 12. April
dieses Jahres beschloss auf Antrag von Gerold Brütsch,
Präsident der Pontoniere, die Rheinuferplanung sei an
der nächsten Versammlung erneut zur Sprache zu bringen.

Die Pontoniere Diessenhofen und zwei Landwirte reichten
in der Folge je eine Eingabe ein. Sie enthielten die
Forderung, den Weg und die bestehende Mauer zu
erhalten. Am 6. Juni verhandelten die Pontonieren und eine
Delegation des Stadtrates von Diessenhofen mit einem
Vertreter des Amts für Raumplanung.

Der Plan wurde in der Folge geändert. Der Weg und die
Mauer bleiben bestehen. Langfristig plant der Kanton, das
Rheinufer für Wanderer und Velotouristen aufzuwerten,
zum Beispiel mit einem Rastplatz und mit einer kleinen
Fähre über den Rhein.


Dieter Ritter (dr)
© Text und Fotos von Dieter Ritter



Der Weg an der Ufermauer wird den Spaziergängern und zum Treideln (ziehen der Waidlinge)
noch lange zur Verfügung stehen


Der Sitzplatz vor dem Badi-Haus wird teilweise zum Wintergarten


Walter Sommer, Stadtammann von Diessenhofen, heisst die Neuzuzüger herzlich willkommen


Sonntag, 16. September 2012

NEU: Rhybad Gailingen *** Feier zum Abschluss der Bauarbeiten (von Dieter Ritter) 17.09.2012


Rhypark Gailingen

Feier zum Abschluss der Bauarbeiten


Erholungspark am Rhein

Am Donnerstag lud die Süddeutsche Gemeinde Gailingen zu einem Fest
ein. Anlass war der Abschluss der Bauarbeiten der Rheinufer-
Renaturierung und der Rhybadi.


Das Nordufer des Rheins gegenüber Diessenhofen wurde auf einer Länge 
von 500 Metern renaturiert. Eine breite Kiesbank schützt jetzt das Ufer. 
Vorher waren es Ufermauern und Betonplatten. Der Oekofond des 
Kraftwerkes Schaffhausen finanzierte die Bauarbeiten. Sie wurden in den 
vergangenen zwei Jahren jeweils von November bis April ausgeführt.

Am gleichen Ufer baute die Gemeinde Gailingen für 1,5 Millionen Euro 
einen grosszügigen Naturpark als Ersatz für die alte Rhybadi. Er bietet mit 
600 Metern Uferlinie freien Zugang zum Rhein. Die Anlage mit der zwei 
Hektar grossen Liegewiese mit Kinderspielplatz und beheiztem 
Kleinkinderbecken ist seit Juni 2010 in Betrieb. 

Es stehen ein Bachvolleyballfeld und Tischtennistische zur Verfügung. Das 
moderne Restaurant mit dem originellen Namen „Wiffe 74“ bietet 60 
Sitzplätze innen und etwa gleich viele Plätze auf der Terrasse. Gailingen 
hat beschlossen kein Eintrittsgeld zu verlangen. 

Dieses Geschenk an die Bevölkerung hat die angenehme Nebenwirkung, 
dass der Zuschuss des Landes Baden Württemberg an die Baukosten 50 
Prozent beträgt, gegenüber 25 Prozent, wenn die Gemeinde Eintritt 
verlangen würde.

Kindergärtler aus Gailingen eröffneten die Feier mit zwei lustigen Liedern. 
Die Festrede hielt Heinz Brennenstuhl, Bürgermeister von Gailingen. Er 
rühmte die hervorragende Qualitätsarbeit der Handwerker und begrüsste 
die Ehrengäste. 

Aus Diessenhofen kam Walter Sommer, Stadtammann, und aus Büsingen 
Bürgermeister Markus Möll. Brennenstuhl ist von der neuen Anlage 
begeistert. Es sei ein grossartiger Familienplatz geworden.


Dieter Ritter (dr) 
© Text und Fotos von Dieter Ritter




Das beheizte Kleinkinderbad ist gleichzeitig Gestaltungselement


Die Kindergärtler aus Gailingen singen ein Lied von gefrässigen Haifischen.
Hinten rechts mit schwarzer Jacke Heinz Brennenstuhl, Bürgermeister von Gailingen


Wo jetzt die flache Kiesbank ist, war vor der Renaturierung eine Betonmauer


Das Wasserspiel ist ein Kunstwerk aus Edelstahl




Dienstag, 28. August 2012

NEU: Kanton Thurgau *** Das Projekt der beiden neuen Hochleistungs-Strassen wurde verteidigt
(von Guido Elser) 29.08.2012


BTS/OLS
Solidarität für BTS und OlS gefordert
(Bodensee Thurtalstrasse und Oberlandstrasse)

Nur gerade ein Dutzend Interessierte besuchte am Montagabend den
IGVD-Infoabend im Da Pulcinella zu den Strassenprojekten BTS und OLS.


Diessenhofen 

Die Referenten waren Regierungsrat Jakob Stark und die Kantonsräte 
Max Möckli und Walter Schönholzer. Von IGVD-Präsident war zu erfahren, 
dass zuerst ein Contra-Referat aus den eigenen Reihe geplant war, dass 
dieses dann aber leider nicht zustande kam.

So wurde am Montag nur der Pro-Standpunkt vertreten. Referent 
Schönholzer erklärte, dass er an allen Vorträgen ein Verkehrsschutz-Gilet 
trage, um sich gegen die oft haltlosen schweren Angriffe der Gegner zu 
schützen, dieses nun aber in Diessenhofen nicht notwendig wäre. 

Stark setzte sich mit viel Herzblut für seine Projekte BTS/OLS ein. Er sagte 
unter anderem, dass es ihm darum gehe, viele Dörfer im Thurgau vom 
unerträglichen Verkehr. Lärm und Gestank zu befreien und den Thurgau 
als wunderschönen Flecken Erde auch für die Zukunft lebenswert zu 
erhalten und auch der Thurgauer Wirtschaft durch eine bessere 
Anbindung an Wirtschaftszentren neuen Schub zu verleihen. 

Die beiden Strassenprojekte

Schönholzer stellte nun die Projekte detailliert vor. Bei der BTS handelt es 
ich um eine Bundesstrasse zwischen Arbon und Bonau, die 800 Millionen 
Franken kosten wird. Vorgesehen ist eine zweispurige 
Hochleistungsstrasse für Tempo 80/100. Die OLS, für Tempo 80, gebaut 
führt von Oberaach bei Amriswil bis südlich von Kreuzlingen und kostet 
220 Millionen Franken. 

Während die Finanzierung der BTS vom Bund übernommen wird, zahlt 
der Kanton die OLS. Die Finanzierung der OLS wurde von Max Möckli 
vorgesteltt. Diese Strasse kostet 220 Millionen Franken und wird vor 
allem durch eine moderate Anhebung der Motorfahrzeugsteuer 
verursachergerecht bezahlt.

Solidarität gefordert

Die Diskussionsgelegenheit nach den Referaten wurde sehr rege 
genutzt. Dabei wurde unter anderem betont, dass Diessenhofen bereits 
seit 1983 über eine leistungsfähige Umfahrungsstrasse verfügt, die dem 
Städtchen laut Aussagen von Stadtammann Walter Sommer wahnsinnig 
viel gebracht hat, sodass Wohnen im Städtchen heute noch sehr attraktiv 
ist, was vor dem Bau der Umfahrungsstrasse nicht mehr der Fall war. 

So wurde der Wunsch ausgedrückt, dass bei der Abstimmung vom 23. 
September auch die Solidarität eine Rolle spielen müsse.

Von den Gegnern der Projekte

Gegner der Strassenprojekte sind die Grünen, die BDP und die SP. Laut 
Aussagen der Referenten versuchen die Gegner der Vorlagen, mit 
unsachlichen und zum Teil unwahren

Angaben das Stimmvolk zu verunsichern. So dürften laut Stark 
Behauptungen, die neuen Strassen würden zu Todesstrassen nicht 
eintreten. Im Gegenteil dürften, so Stark die Unfäller zurückgehen, wenn 
der stets wachsenden Verkehr entflechtet werde. 

Auch die Behauptung, der Thurgau würde zubetoniert, stimme nicht. Für 
die beiden neuen Strassen würden laut Stark 10 Jahre pro Jahr 40 
Hektaren Land verbaut, während für Wohn- und Geschäftstbauten heute 
Jahr für Jahr 80 Hektaren Grünfläche verbaut würden und mit dem neuen 
Planungs- und Baugesetz könnten wir nun aber solche Bauten viel besser 
als bisher kanalisieren.


Guido Elser (ge)
© Text und Fotos von Guido Elser



Sie informierten über die Strassenbauprojekte (v.l.n.r) Jakob Stark, Max Möckli, Roland Studer,
Walter Schönholzer


Regierungssrat Köbi Stark setzte sich mit viel Herzblut für
seine beiden Strassenbauvorlagen ein
 

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