Die Erfundene Krankheit
Als der Psychiater Leon Eisenberg Mitte der 80er Jahre Hibbeligkeit und
Konzentrationsstörungen bei Kindern als psychotrische Erkrankung
klassifizieren ließ, glaubte er noch an seine neue Krankheit ADHS. Vierzig
Jahre später, kurz vor seinem Tode, gestand er bei Gesprächen mit den
Medien, dass er diese Krankheit damals anders verstanden hatte.
Ritalin als Wunderwaffe
Mittlerweile ist jeder zehnte Junge ungeduldig, provokant, im Unterricht
oft nicht bei der Sache, kurzum ein schwieriges Kind. Doch gibt es Gründe,
oft eine kaputte Familie, Eltern – die dem Druck nicht gewachsen sind -,
Mobbing in der Schule und unfähige Lehrer, schließlich zu viele Stunden
vor Online-Spielen am heimischen Computer.
Dies sind aber Gründe, die man beheben könnte, doch es geht viel
einfacher. Man erklärt das Kind als krank, schon fallen o.g. Gründe weg
und die Medizin ist gefragt … in Form von Ritalin als Wunderwaffe.
Der Wirkstoff Methylphenat fällt unter das Betäubungsmittelgesetz und
wirkt in hoher Dosis wie Kokain. Es hilft bei Konzentrationsschwächen,
unterdrückt Hungergefühle und macht generell... (weiter geht's ( hier )
Pubertät – Achtung Baustelle!
Am Mittwochabend erklärte der Jugendberater Olivier Andermatt aus
Uster, warum die endlosen Auseinandersetzungen mit Pubertierenden
nötig sind.
Rund 60 Zuhörer kamen in die Aula des Schulhauses Zentrum in
Diessenhofen. „Alles ist im Umbruch. Baustellen, soweit das Auge reicht“.
So beschrieb Andermatt den Übergang vom Kind zum Erwachsenen. Er
eröffnete sein Referat mit einem Fragespiel.
Wer Kinder im Alter von 12 bis 18 Jahren hat, soll aufstehen. Es war die
klare Mehrheit im Saal. Dann folgten weitere Fragen. Sie waren ernster
Natur, aber träf und humorvoll formuliert, und es wurde viel gelacht.
Anhand von Zitaten von Jugendlichen zeigte Andermatt deren
komplizierte Gemütslage auf, zum Beispiel „ich bin im Schwebezustand.
Alles ist kompliziert und ich bin auch kompliziert.“ Andermatt
erklärte den Zusammenhang zwischen der altersbedingten körperlichen
Entwicklung und dem Verhalten der Jugendlichen.
Bis zum Start der Pubertät, bei Mädchen etwa im elften und Jungen etwa
im zwölften Lebensjahr, wachsen unzählige neue Verbindungen im
Gehirn. Ab dann werden nicht gebrauchte Verbindungen gelöscht.
Das Gehirn passt sich so an die jeweilige soziale und kulturelle Umgebung
an. Dies bewiesen Neurobiologen mit modernen bildgebenden Verfahren,
zum Beispiel MRI (Magnetic Resonance Imaging). Andermatt erklärte nicht
nur die Zusammenhänge, er gab auch Ratschläge.
Wenn zum Beispiel die Tochter nicht wie vereinbart um 11 Uhr zu Hause
sei, könnten die Eltern einige Kollegen anrufen und sagen, man sei
besorgt. Wichtig sei, den Kindern Grenzen zu setzen. Dabei soll ihnen
Spielraum für eigene Erfahrungen, auch negative, gelassen werden.
„Nicht kneifen, wenn das Kind eine Grenze überschreitet, sondern sich
der Auseinandersetzung stellen. So fühlt sich das Kind ernst genommen“
rät Andermatt.
In der Pause offerierte der Elternrat der Sekundarschule einen Apero.
Er hatte den Anlass organisiert. Dessen Präsident Beat Leuenberger
fungierte als Moderator.
Nach der Pause diskutierten die Gäste über das Gehörte. Eine Zuhörerin
fragte, wer in der Pubertät schwieriger sei, Mädchen oder Buben. „Mit
Mädchen findet man leichter das Gespräch, mit Buben kann man einfacher
etwas unternehmen“ antwortete Andermatt.
Die Gäste diskutierten dann die Frage, wie man das Gespräch
mit einem verschlossenen Kind findet. Sie waren der Meinung, dass man
sich für scheue Jugendliche noch mehr Zeit nehmen müsse.
Karin Salzmann, Sozialarbeiterin an der Schule Diessenhofen, erzählte,
sie habe einmal einen Brief geschrieben, um ein Kind zu erreichen.
Andermatt gab zu bedenken, es sei oft schwierig zu unterscheiden, ob
Jugendliche für sich sein wollen oder ob sie ein echtes Problem haben.
Der Psychotherapeut Olivier Andermatt arbeitet seit rund zwanzig Jahren
als Jugendberater. Er ist Mitbegründer von „Respect!“. Diese Organisation
bietet Selbstbehauptungskurse für Jungs an.
Als erfahrener Karate- und Aikido-Kämpfer ist Andermatt Anleiter für
„Kampfesspiele“, einer Form von Gewaltprävention. Er bringt den jungen
Männern bei, wie sie sich in Konflikten besser behaupten können.
Dieter Ritter (dr)
© Text und Fotos von Dieter Ritter

Olivier Andermatt, erfahrener Jugendberater, referierte über den Übergang vom Kind zum
Erwachsenen.

Die Zuhörer, meistens Eltern von Kindern in der Pubertät, folgten gespannt den Ausführungen
von Olivier Andermatt, Jugendberater
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NEU: Volksschulgemeinde Region Diessenhofen VSGDH ***
Budget-Versammlung vom 26. November 2012
(von Dieter Ritter) (29.11.2012)
Schulgemeinde, 26.11.2012
24 Millionen Franken
für Liegenschaftsaufwand
Die Volksschulgemeinde Region Diessenhofen VSGDH muss in den
nächsten 25 Jahren total etwa 24 Millionen Franken aufwenden, wenn
ihre Schulräume in einem Tipptopp-Zustand sein sollen.
An der Versammlung am Montag legte die VSGDH eine umfassende
Analyse der Immobilien vor. 82 Stimmbürger kamen in den Gemeindesaal
Schlatt. Werner Fuchs, Immobilienbeauftragter, hatte den Schulraum-
Bedarf in den nächsten fünf Jahren berechnet. „Wir haben etwa 30
Prozent mehr Raum, als gemäss kantonaler Empfehlung nötig wäre“
stellte Fuchs fest.
Er präsentierte eine Aufstellung, welche den baulichen Zustand aller 14
Schulhäuser der VSGDH aufzeigt. In einer übersichtlichen Tabelle
unterschied er für jedes Gebäude, wo Handlungsbedarf in Bezug auf die
Energie-Effizienz besteht und wo der Zustand der Gebäudehülle
Massnahmen erfordert.
Seine Untersuchungen und die Analysen von externen Spezialisten
erlaubten ihm eine Schätzung, wieviel in den nächsten 25 Jahren
investiert werden sollte. Die Versammlung spendete Fuchs Applaus für
seine Präsentation.
Details zur Immobiliensituation sind im Internet ersichtlich:
www.vsgdh.ch/Aktuelles/Gemeindeversammlung, Tabelle anklicken.
Die VSGDH erhielt den Auftrag zur Analyse der Immobilien an der
Versammlung vom November 2011. Bis Mitte Februar 2013 kann
jedermann Ideen einreichen, wie auf die Erkenntnisse der Analyse
reagiert werden soll.
Die VSGDH erarbeitet dann eine Strategie und einen Umsetzungsplan. Die
VSGDH wird voraussichtlich an der Gemeindeversammlung vom Mai 2014
Kredite für die erste Etappe beantragen.
Voranschlag genehmigt
Peter Uehlinger, Mitglied der Schulbehörde und Finanzverantwortlicher,
präsentierte das Budget 2013. Es wurde einstimmig genehmigt. Der
Steuerfuss bleibt bei 103 Prozent. Bis 2011 betrug er noch 105 Prozent.
Für das Jahr 2013 rechnet die VSGDH mit einem Gesamtaufwand von 14,7
Millionen Franken. Sie erwartet einen Ertragsüberschuss von 78300
Franken. Das ist eine Verbesserung um 261700 Franken gegenüber dem
Budget 2012.
„Auf eine Finanzplanung haben wir verzichtet. Die mittelfristigen Einflüsse
der neuen Verordnung über das Finanzierungssystems für die
Volksschulen sind derzeit nicht abschätzbar“ erklärte Uehlinger. Die
Verordnung sieht vor, dass die Entschädigungen des Kantons in Zukunft
von der Anzahl der Schüler abhängt.
Der Kantonsbeitrag wird dann so festgesetzt, dass die Schulgemeinde mit
einem Steuerfuss von 102 Prozent auskommen sollte.
Ueber das Budget und die Immobilien-Analyse wurde lebhaft diskutiert.
Eine Votantin wollte wissen, warum keine Weiterbildung für die
Lehrpersonen der Kindergärten budgetiert sei. Urs Steinacher, Schulleiter,
erklärte, dies sei in der Position Elementarschule enthalten. Auf die Frage,
warum die alte Lettenhalle nicht in der Immobilien-Analyse erscheine,
antwortete Jörg Sorg, Schulpräsident „weil sie nicht mehr in Betrieb ist“.
Eine Votantin fand, 30 Prozent Raumreserve sei gut und man solle sie
nicht aufgeben. Sorg erwiderte, es bestehe derzeit keine Absicht, die 30
Prozent abzubauen. Sorg nahm auch mehrere Anregungen entgegen,
zum Beispiel soll der Bau eines Verkehrserziehungs-Platzes geprüft
werden und an nächsten Versammlungen sollen auch schulische
Probleme traktandiert werden.
Um 21 Uhr schloss Sorg die Versammlung. Die VSGDH spendierte
anschliessend einenApero.
Beeindruckende Zahlen
Im Schuljahr 2012/2013 betreut die VSGDH 785 Schüler. Sie schätzt, dass
die Schülerzahl bis 2017 etwa gleich bleibt. Die VSGDH beschäftigt derzeit
96 Lehrpersonen und 26 Angesellte in der Verwaltung und als Hauswart.
Davon arbeiten einige Mitarbeiter mit einem Teilpensum. Der
Versicherungswert der Liegenschaften der VSGDH beträgt 51,6 Millionen
Franken.
Dieter Ritter
© Text und Fotos von Dieter Ritter
Schulbehörde von links: Gabriela Brütsch, Peter Uehlinger, Jörg Sorg, Präsident, Rudolf Müller,
Monika Löpfe, Andreas Pfenninger

Schulpräsident Jörg Sorg
NEU: Im "Latschariplatz-Film-Archiv" *** Der Top-Film von Bruce Lee >>
Todesgrüße aus Shanghai (von bannjongg) 27.10.2012
Der Top-Film von Bruce Lee
Todesgrüße aus Shanghai (1972)
Der Film beginnt mit Informationen über den (realen) chinesischen
Volkshelden Huo Yuanjia, der 1910 starb. Der Film erzählt (fiktiv) von den
Hintergründen seines Todes und den Geschehnissen zur Aufklärung des
Mordes.
Shanghai, Anfang des 20. Jahrhunderts. China ist territorial teilweise von
den Japanern besetzt. Chen-Zhen, Student der chinesischen Huo-Schule,
kehrt an seine Ausbildungsstätte zurück, muss aber feststellen, dass sein
Meister gestorben ist.
Während der Begräbniszeremonie wird Chen wegen der Verbitterung und
des Kummers fast wahnsinnig und kann nur mühsam davon abgehalten
werden, den Sarg zu öffnen.
Bei der Trauerfeier kommt es zum Eklat, als Gesandte einer japanischen
Schule die Zeremonie stören. Die Situation kann zwar ohne
Auseinandersetzung gelöst werden, doch der temperamentvolle Chen
kann die Beleidigung nicht abtun und liefert sich in der Japan-Schule eine
Schlägerei mit den dortigen Eleven.
Die Bezwungenen sinnen auf Rache, begeben sich ihrerseits zur Huo-
Schule und schlagen sowohl Schüler als auch Mobiliar kurz und klein. Als
Chen wenig später zurückkehrt, sind seine Kommilitonen sehr erbost über
das Geschehene.
Zur Verhinderung weiterer Ausschreitungen und auch um Chen selbst zu
schützen, will man ihn aus der Stadt bringen und verstecken. Chen ist
erst gar nicht damit einverstanden, geht dann aber doch darauf ein. Auch,
weil er seine Mitschülerin Yuan liebt.
In der Nacht vor seiner Flucht entlarvt Chen die Mörder Huos und tötet
sie. Gleichzeitig findet er Hinweise auf die Japaner als Drahtzieher.
Die über den Mord erzürnten Japaner üben daraufhin Druck auf die
örtliche Polizei aus. Ein Inspektor setzt den Huo-Schülern daher
gezwungenermaßen die Pistole auf die Brust: Sie haben drei Tage Zeit
Chen auszuliefern, ansonsten würden alle verhaftet werden.
Da die Huo-Schüler selbst nicht wissen, wo Chen steckt, macht sich Yuan
auf die Suche und findet ihn: Noch immer verbittert tüftelt Chen an einem
Racheplan.
Während einer Festivität der Japaner u. a. mit dem russischen Kämpfer
Petrov passt Chen in einer Verkleidung einen weiteren Verschwörer ab.
Bevor er ihn tötet, erlangt Chen die gesuchte Information: Der japanische
Schulleiter steckt hinter dem Mord an Huo...
NEU: Schule Diessenhofen *** Unterstufen-Sporttag - Ein Anlass ohne Verlierer
(von Dieter Ritter) 13.09.2012
Sporttag der Unterstufe Diessenhofen
am 11.9.2012
Ein Sportanlass ohne Verlierer
Rund 120 Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren trafen sich am
Dienstag am Rheinufer von Diessenhofen zum Sporttag der Unterstufe.
Es gab keine Ranglisten oder Schulnoten. Trotzdem war der volle Einsatz
der Kinder offensichtlich. Sieben Lehrerinnen, vier Förderlehrkräften und
zwei Praktikantinnen betreuten dreizehn Posten. Die vielseitigen
Aufgaben verlangten Geschicklichkeit und Teamfähigkeit. Laut und lustig
war es beim Seifenblasen-Fangen am Posten von Monika Heer.
Jacqueline Suter hat sich eine schwierige Aufgabe ausgedacht. Es galt,
mit einem Scheit Bauklötze umzuwerfen. Noch heikler war es bei Patrizia
Fischer, wo ein Tischtennisball mit einer Fliegenklatsche zu spielen war.
Am Posten von Simone Bieger mussten Plastikbecher getroffen werden.
Als Wasserpistolen dienten Petflaschen. Manuela Uehlinger zeigte den
Kindern, wie man flache Steine auf dem Wasser zum Hüpfen bringt.
Nur die Wenigsten begriffen es. Sie machten dafür mit Begeisterung beim
übermütigen Steinchen ins Wasser werfen mit. Weitere Stationen waren
Fischen im Planschbecken, Schätze aus einer Truhe rauben, Frösche in
Behälter spicken und Vieles mehr.
Zum Gelingen des Anlasses trugen auch die tolle Stimmung der Kinder,
das optimale Wetter und die wunderschöne Rheinlandschaft als Kulisse
bei.
Zum Znüni offerierte die Schule jedem Kind ein Schoggibrötli und in der
Mittagspause fand ein gemeinsames Picknick am Rhein statt.
Lehrerin Jacqueline Suter freut sich immer auf solche Anlässe.
„Bewegung, Spiel und Spass sind Dinge, bei denen die Schüler der
Unterstufe immer hochmotiviert mitmachen“ lobt sie. Auch lerne man
Kinder kennen, denen man sonst nur im Treppenhaus oder auf dem
Schulplatz begegne.
Dieter Ritter (dr)
© Text und Fotos von Dieter Ritter
Dank höchster Konzentration kann Yolanda den Ball auf der Fliegen-Klatsche balancieren

Dean versucht, das gegnerische Klötzli zu treffen, beobachtet von Anida und Alessio

Es ist schwierig, mit einer Petflasche Wasser ins Ziel zu spritzen
NEU: VSGDH (Volksschulgemeinde Region Diessenhofen) ***
Jahreschlussessen (von Guido Elser) 03.07.2012
http://www.bannjongg.com/cgi-bin/sbb/sbb.cgi?&a=show&forum=35&show=155
Jahreschlussessen der VSGDH
Wie ein Blitz aus heiterem Himmel!
Hemishofen
Rund 100 Lehrkräfte, Schulleiter, Angestellte und Behördenmitglieder
der Volksschulgemeinde Diessenhofen nahmen am Freitagabend am
Jahreschlussessen im Bolderhof, dem bekannten Bio- und
Erlebnisbauernhof in Hemishofen teil.
Ein Apero unter schattigen Bäumen, eine lustige Live- und
Beamerpräsentation zum Thema Adam und Eva und Fussball mit diversen
Bezügen zum Lehramt, der Vorstellung des Bolderhofes, ein feines
Nachtessen und ein reichhaltiges Dessertbuffet, Ehrungen und
Verabschiedungen verdienter Lehrkräfte waren die Programmpunkte des
Abends, der von der Schulskretärin Bettina Wulf bestens organisiert
worden war.
Wie ein Blitz aus heiterem Himmel schlug am Schluss der Veranstaltung .
das Verlesen der Medienmitteilung ein, dass Schulpräsident Jörg Sorg sich
entgegen früheren Verlautbarungen dazu entschlossen hat, sich der
VSGDH doch noch für eine zweite Amtsdauer als Schulpräsident zur
Verfügung zu stellen. Diese Mitteilung wurden von der Versammlung mit
grossem Applaus quittiert.
Guido Elser (ge)
© Text Guido Elser, Fotos Bettina Wulf