Posts mit dem Label Kirche werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kirche werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 20. Oktober 2013

Die Gier der kirchlichen Schafe




Die Gier der kirchlichen Schafe

Nicht nur Tebartz van Elst geht sehr locker mit Geldern der katholischen
Kirche um, schon vor einigen Jahren musste ein Erzbischof aus Slowenien
wegen dubioser Finanzgeschäfte abdanken. Die miesen Finanzgebaren
der eigenen Kirchenleute machen dem Vatikan zu schaffen.




Der Erzdiözese in Maribor reichten die finanziellen Mittel nicht wirklich. So 
beschlossen die Finanzverwalter der dortigen katholischen Kirche das 
Geld geschickt anzulegen. Zum einen waren aber die Geldgeschäfte nicht 
ganz koscher und zum anderen kam die Wirtschaftskrise dazwischen. 

So wurde aus den erhofften Gewinnen ein Verlust von etwa 800 (!) 
Millionen Euro, die endgültige Zahl steht heute noch nicht fest. So einen 
hohen Verlust konnte auch der Vatikan in der Öffentlichkeit nicht 
ignorieren und so musste Franc Kramberger – Erzbischof aus Maribor – 
vor zwei Jahren seine Mitra nehmen. 

Offiziell hieß es, er habe auf sein Amt verzichtet – lediglich der Begriff ” 
nicht freiwillig” fehlte in der Presseerklärung. Einen dreistelligen 
Millionenbetrag konnte Rom auch nicht kaltlassen.

Papst Franziskus soll angeblich aber auch schon bei den Baukosten des 
Limburger Bischofshauses geschluckt und “wie bitte” gestöhnt haben. 
Bedenklich ist, dass Tebartz van Elst nicht freiwillig gehen möchte, dabei 
muss ihm klar sein: Sein Schicksal wird ähnlich dem des Erzbischof von 
Maribor sein. 

Tebartz van Elst harrt noch immer in Rom aus – abgeschirmt von 
sämtlichen Medien und hofft auf den Untersuchungsbericht. Dieser soll ihn 
entlasten, doch stellt sich die Frage, wovon? Schon in einem Interview vor 
einigen Jahren teilte der Limburger Bischof mit, er liebe die Architektur. Mit 
Sicherheit weiß dieser Mensch genau, welche Kosten anfallen und was er 
anordnete. Da er nicht im Wachkoma handelte, muss er zu den 
Baukosten stehen. Da hilft auch keine Flucht zu Papa nach Rom!

Zwar wird es wohl noch einige Wochen dauern, bis der Bischof seines 
Amtes enthoben wird, aber es wird passieren. Auch sein engster 
Fürsprecher Präfekt der Bischofskongregation, Kardinal Marc Oullet, 
deutete schon an, dass er für die katholische Kirche nicht mehr tragbar 
ist. 

Das ist auch gut so! Vermutlich wird Tebartz van Elst später dann auf 
seinen Prunkbau schauen und seinen Nachfolger in dessen teurem 
Badezimmer beneiden. 




elguerrillero

Mittwoch, 6. März 2013

Die Papstwahl und die Homo-Ehe


(von Geraldine) 06.03.2013



Die Papstwahl und die Homo-Ehe


Herzlich willkommen, liebe Besucherin und lieber Besucher, liebe Freundin und lieber Freund meiner Ausführungen.

Nun ist ja wieder eine geraume Zeit ins Land gegangen und die Menschen haben so manche Besonderheit hinnehmen können, und so ist der Papst nun zurückgetreten und in Rom findet nun ein großes Konklave statt, wo nun unter den alten Herren der Kirche ein neues Oberhaupt gewählt werden wird. 



So glauben nun viele, dass ein Ruck durch diese Kirche gehen wird, aber die Skepsis derer, die dies nicht glauben, ist doch groß. Diese alten Männer, die ihr Leben in dieser Organisation bisher verbracht haben, haben einen Horizont, der nicht allzu weit über den Kirchturm hinwegreicht. Nun soll dies ja kein Hindernis sein, aus dieser Kirche der Regeln, eine Kirche der menschlichen Begleitung und der Evolution zu machen, aber so werden dem nächsten Papst in ähnlicher Form die Hände gebunden sein. 

Vielen Gläubigen in dieser Amtskirche ist dies ja schon mittlerweile ziemlich egal und sie versuchen ihr richtiges Leben zu gehen und das ethisch und moralisch zu leben, was sie selbst glauben, dass das, das Ihre ist. 

So ist dies natürlich in der heutigen Zeit nicht nur ein Trend, sondern eine Lebensform, denn anders als es vielleicht früher war, kann sich der einzelne Mensch nicht mehr nur auf das stützen, was der Kardinal im großen Dom von seiner Kanzel herab predigt. Die jungen Menschen, die heute den Start in ihr weiteres Leben angetreten haben, können damit relativ wenig anfangen, und so suchen sie ihre Ziele und Informationen längst anderswo. 

So verwaltet sich die Amtskirche mit ihren zigtausenden von Priestern, Kardinälen und Würdenträgern selbst und die, die die warnende Stimme erheben, dass es so nicht weitergehen kann, werden noch immer schnell mundtot gemacht und ihre Meinungen erreichen nicht den öffentlichen Raum.

So ist der Einfluss aber auf so genannte christliche Parteien und altehrwürdigen, christlichen Glaubenssätzen noch immer groß, und so wird nun ein Thema hochgespielt, was doch vielen noch Kopfzerbrechen bereiten wird. Das Thema HOMO-EHE ist zurzeit in



Donnerstag, 14. Februar 2013

Die Schuhe der Kirche *** Der aktuelle Kommentar




Die Schuhe der Kirche


Ich trage heute meine Lieblingsschuhe. Einst wurden sie im Supermarkt ohne Erwartung gekauft. Heute sind die Sohlen in der Mitte gerissen, bei Nässe gibt’s nasse Füße. Und trotzdem trage ich diese Schuhe. Ich fühle mich wohl darin, ich wähle sie morgens intuitiv aus unter den anderen, die allesamt deutlich besser aussehen. 



Ich bemühe mich die Wahrheit zu finden, beruflich und hier beim schreiben. Seit Jahren. Aber immer wie überall in diesem Leben stehen Wille und Leidensfähigkeiten einem eher mageren Ergebnis gegenüber. Die Wahrheit zu finden war schon seit jeher ein Bedürfnis der meisten Gesellschaften. Ich verzichte auf Links.

Gestern war ein besonderer Tag. Er, dieser Tag, inspiriert mich heute zum schreiben. Gestern kündigte Papst Benedikt der XVI seinen Rücktritt vom Amt des Papstes an. Angesichts der Gesundheitsprobleme und der Anforderungen an sein Amt können die Kritiken an diesem Rücktritt in Italiens Presse nur als verlogen und antideutsch gewertet werden. Der Rückzug dieses alten Mannes von seinem Amt ist seit 700 Jahren der erste realistische Schritt eines Papstes angesichts des eigenen greisen Alters und dem Nachlassen der geistigen Kräfte. 

Nun wird in de medialen Hetzrunden, angefangen bei Jauchs und geendet bei den Fragen von 3sat und seiner Kulturgosse von 19Uhr20 bis 20Uhr allgemein vom Ende der Kirche geschwafelt, vom antiquierten Modell und von den Missbrauchsfällen. Missbrauch was ist das? Ist das bereits Missbrauch wenn amerikanische Präsidenten links die Ehefrau und rechts die Tochter öffentlich umarmen? Oder in ungezählten Fälle des familiären Missbrauchs? Im Falle der kirchlichen Missbrauchsfälle wäre die Relativitätstheorie Albert Einsteins eher anzuwenden anstatt der von Günter Jauch oder Anne Maischberger.

Ich blende die kirchlichen Mißbrauchsfällen aus, denn sollten wir wirklich die Nation Österreich wegen dem Falle Josef Fritzl für alle Zeiten aus dem Kulturkreis Europas ausblenden, die Grenzen dicht machen und die Alpenrepublik sich selbst überlassen zwecks einer immerwährenden Strafe? Wie abartig dieser Gedanke wäre - und wie selbstverständlich wird gerade ein solches Ansinnen auf die Kirche übergeblendet - vielleicht aber auch nur wegen dem Satz von Jesus der... (weiterlesen...)






Sonntag, 13. Januar 2013

Ein Abt mischt mit... *** Peter Dörigs Verse zum Zeitgeschehen

NEU: Peter Dörig's Verse zum Zeitgeschehen *** Ein Abt mischt mit... 
(von Peter Dörig) (13.01.2013)



Lieber Herr Dörig

Ihre originelle Art, den Unmut auszudrücken, hat uns im Kloster Einsiedeln
amüsiert.

Zum Inhalt hat Abt Martin Ihnen ein mail geschrieben, das ich Ihnen
unten anfüge.

Mit leider nicht ganz prosaischen, aber doch herzlichen Grüssen aus
dem Sekretariat des Klosters Einsiedeln.

Abtei Sekretariat

Ruth Frick



Sehr geehrter Herr Dörig

„Sonntagsallianz“ setzt sich nicht gegen die bestehende Praxis bezüglich
Sonntagsarbeit ein, aber dagegen, dass Nacht- und Sonntagsarbeit sich
nicht mehr von der Werktagsarbeit unterscheidet. Mein Engagement in
dieser Sache habe ich nicht als Abt des Klosters Einsiedeln
wahrgenommen, sondern als Mitglied der Schweizer Bischofskonferenz,
das für den Bereich „Kirche und Welt“ verantwortlich ist.

Es geht hier also nicht einfach um meine Meinung. In der Sonntagsallianz
ist auch der Schweizerische Evangelische Kirchenbund engagiert. Weil
unter dieser Liberalisierung besonders Frauen unter zusätzlichen Druck
kämen, sind auch die Evangelische und der Katholische Frauenbund in der
Sonntagsallianz.

Im Anhang finden Sie meinen Text an der Medienkonferenz in Bern.

Aus dem Kloster Einsiedeln grüsst Sie

Abt Martin Werlen OSB



Sonntag, 25. November 2012

Klassische Musik in der Kirche

NEU: Stadtkirche Dionysius Diessenhofen *** 
Das Stadtorchesters Frauenfeld war zu Gast 
(von Dieter Ritter) (25.11.2012)



Klassische Musik in der Kirche

Die etwa 60 Besucher in der Evangelischen Stadtkirche St. Dionysius in
Diessenhofen erlebten am Samstagabend ein grossartiges Winterkonzert
des Stadtorchesters Frauenfeld.


Unter der Leitung von Andreas Pfenninger gewährten 41 Laienmusiker 
einen Einblick in die klassischen Kompositionen des 18., 19. und 20. 
Jahrhunderts. 

Den Auftakt machten die Streicher mit acht kurzen Stücken von Paul 
Hindemiths (1895 - 1963). Er gehörte zu den wichtigsten Repräsentanten 
der ernsten Musik des 20. Jahrhunderts. Seine Musik bildet eine Brücke 
von älterer Klassik in die neue Zeit, zum Beispiel zum Jazz. Sie enthält 
neue, nicht immer leicht zu verstehende Harmonien. Die Musiker 
meisterten die schwierigen Kompositionen bravourös.

Den zweiten Teil des Konzerts bestritten die Bläser. Mit der Partita in F-
Dur von Antonio Rosetti (1750 – 1792) hatte Pfenninger eine Komposition 
gewählt, die mit ihren schönen Harmonien gut in die Adventszeit passt. 
Wie in einem Frage- und Antwort-Spiel begannen einzelne Musiker mit der 
Melodie, dann antworteten die übrigen Bläser. So konnte die Eigenheit 
der einzelnen Instrumente genossen werden, zum Beispiel der Flöten, 
des Fagotts oder der Hörner.

Als Dessert des musikalischen Dreigang-Menus spielten die Streicher aus 
der Schweizer Sinfonie von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809 – 
1847)den dritten Satz. Er trägt den Titel „La Suisse“. Diese Komposition 
basiert auf einem alten Schweizer Volkslied, das Mendelssohn bei einer 
seiner Reisen in die Schweiz gehört hatte. 

Die anmutigen Melodien bildeten den krönenden Abschluss des 
Winterkonzerts.

Dirigent Andreas Pfenninger leitet seit 1997 das Stadtorchester 
Frauenfeld. Er studierte Violine und ist diplomierter Mathematiker. Er war 
über zwanzig Jahre lang Mitglied des Collegium Musicum und der 
Kammermusiker Zürich. 

Heute arbeitet er hauptsächlich als Violin- und Mathematiklehrer an der 
Kantonsschule Küsnacht und unterrichtet Violine an der Musikschule 
Zollikon.

Der Eintritt war frei. Das Konzert wurde durch den Lotteriefonds und die 
Stadt Frauenfeld unterstützt.


Dieter Ritter (dr)
©Text und Fotos von Dieter Ritter




Total elf Bläser traten auf. Am Pult Dirigent Andreas Pfenninger


Drei der sechs Celli, welche am Winterkonzert auftraten.


Im Stadtorchester Frauenfeld spielen 17 Violinistinnen mit.


Am Pult Andreas Pfenninger. Er leitet das Stadtorchester Frauenfeld


Montag, 19. November 2012

Brassband Schlattingen & Rodenberg-Ensemble

NEU: Brassband Schlattingen *** Kirchenkonzert in der Basadinger Dorfkirche 
(von Guido Elser) 20.11.2012



Kirchenkonzert Brassband Schlattingen
Brass Band- und Flöten-Musik

Mit etwa 600 Personen war die Basadinger Dorfkirche am frühen
Sonntagabend beim Kirchenkonzert der Brass Band und der
Blockflötengruppe «Rodenberg-Ensemble» voll besetzt.


Basadingen 

Die 29 Mitglieder zählende Brass Band (Musikverin Schlattingen) spielte 
unter Leitung von Tanja Gall Keller und die 22 Frauen zählende 
Flötengruppe unter Monika Meyenhofer. 

Beide Vereine verfügen über eine so grosses Repertoire, dass beide in 
der Lage wären, ein abendfüllendes Programm zu bieten. Aber wie 
Musilverein-Präsident Matthias Windler bei der Begrüssung erklärte, taten 
sie sich zusammen, um ein besonders vielfältiges Musikprgramm bieten zu 
können, 

In je zwei Musikblocks traten beide Gruppen zweimal auf, wobei der 
zweite Teil von der neuen Tonhörnligruppe «Tonin Ton» bestritten wurde. 

Der Musikverein begann das Konzert mit dem Stück «Concerto D’Amore » 
von Jacob de Haan. Das war ein ganz herrliches Brassband-Stück, bei 
dem alle Bläser-Register voll zur Geltung kamen, schon am Anfang und 
dann wieder am Schluss. 

Der Verein bot eine Meisterleistung und erhielt dafür tosenden Applaus. 
Etwas ruhiger war dann die Komposition «One Voice» von Barry Manilow. 
Vielfältig in Ton und Lautsstärke war das vertonte Märchen «Suite-Peer 
Gynt» von Edward Grieg. Die Geschichte handelte von einer schönen 
ruhigen Landschaft und dann aber von einem bösen König. 

Gespannt auf «Rodenberg-Ensemble»

Viele waren gespannt auf den Auftritt des «Rodenberg Ensembles». Die 
erste Komposition «Intrada» von M. Franck war im niederländischen Stil, 
gespickt mit viel Lebensfreude. Ganz toll waren die «Bagatellen 1-4» von 
Siegfried Rath. 

Das waren verschiedene Tänze, einer davon sogar im Dreiviertel-Takt. 
Das Publikum bot begeisterten Applaus und wurde gleich wieder 
überrascht durch den musikalischen Krimi «Pfarrer Mooney» des 
Amerikaners Allain Rosenheck, der heute in Eschenz wohnt.

Im zweiten Konzertteil scheute der Musikverein weder Mühe noch Kosten 
und liess den Sänger Oliver Fehr «einfliegen» für die Präsentation des 
Songs «Mack the Knife» von Weill/Brecht/Blitzstein. Das war echt action 
und kam an beim Publikum. 

In diesem Konzertteil kam nun auch die achtköpfige Tonhörnligruppe zu 
ihrem Auftritt. Ihre Instrumente sind grossen und kleinen Hörnern 
nachgebildet und haben nur 9 Töne, So kommt hier nur Musik aus dem 
Mittelalter und der Renaissance in Frage. 

Die aufgeführten vier Kompositionen waren ein besonderer Genuss und 
ernteten viel Applaus und dieser galt sicher auch der gediegenen 
mittelalterlichen Kleidung dieser 8 Damen. 

Leider ein Abschied!

Als Höhepunkt des Abends kam am Schluss die gemeinsame Darbietung 
von Flötengruppe und Musikverein «Der Gefangenenchor aus Nabucco» 
von Verdi zur Aufführung. Grosser Applaus war der Lohn. 

Und nach dieser Aufführung verabschiedete sich Tanja Gall von der 
Brassband mit den Worten: «Es war wunderschön, mit Euch Musik zu 
machen. Ihr seid sehr talentiert, und ich wünsche euch auch unter der 
neuen Leitung viel Freude am Musizieren». 

Vom Präsidenten wurde die Dirigentin mit einem Blumenbouquet 
verabschiedet. Am 2. März ist in der Rodenberghalle bereits die 
Abendunterhaltung des Musikvereins unter neuer musikalischer Leitung 


Guido Elser (ge)
© Text und Fotos von Guido Elser 




Drei der acht Tonhörnli-Damen


Das grosse jugendliche Cornett-Register der Brass Band


Auftritt der Blockflöten-Gruppe


Brass Band-Bläser
 




Eine Vielfalt von weiteren Themen
und Meinungen erwartet Sie auf dem
"Original Latschariplatz"
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!



Klicke auf:
http://www.bannjongg.com/cgi-bin/sbb....cgi?&a=news




Sonntag, 26. August 2012

Kirche(n) wohin?

Rund 30 Personen besuchten am Donnerstag den Vortrag «Kirche(n)
wohin» von Dr. Eva Baumann-Neuhaus, St. Gallen. im katholischen
Pfarreizentrum.


Diessenhofen 

Diese Einladung war ökumenisch und wurde unter anderem von 
evangelischen und katholischen Theologen und auch von Leuten aus 
Gailingen und Eschenz besucht. Die Referentin ist wissenschaftiche 
Mitarbeiterin im SPI (Schweizerisches Pastoral-soziologisches Institut St. 
Gallen).

Hier einig Ausführungen aus dem Referat: Die öffentlich Debatte um die 
Religion wird zwar immer wichtiger verliert aber für den Einzelnen an 
Bedeutung. Weshalb? Die Religion spielt im Privaten eine immer kleinere 
Rollem, während sie als Zankapfel in Politik und Medien bedeutsamer wird. 

Die Kirchen verlieren Mitglieder, aber es gibt auch einige Gemeinschaften 
mit Zulauf, jedoch von einer Rückkehr der Religion kann keine Rede sein. 
«Für Europäer sind religiöse Menschen nicht voll modern» sagt der 
Soziologe José Casanova und glaubt den Grund für den anhaltendende 
Säkularisierungskurs Europas in den Probleme mit religiösen 
Einwanderern auszumachen. 

«Die Kirche ist geistig impotent und blutleer» schrieb der Tagesanzeiger 
im April des vergangenen Jahres. Das ist eine der medialen Schlagzeilen 
der vergangenen Jahre. Dass die grossen Konfessionen und ihre 
Institutionen sich in einer nicht enden wollenden Krise befinden, das 
lesen und hören wir seit Monaten. Die traditionelle Kirchlichkeit erodiert 
immer mehr. 

Hier ein paar Zahlen 

Hier ein paar Zahlen: 3864 Menschenn soviel wie noch nie zuvor sind im 
Jahren 2009 aus der katholischen Kirche des Kantons Zürich ausgetreten. 
Das ist eine Steigerung um 52 Prozent gegenüber 2008. Auch die 
Reformierte Landeskirche des Kantons Zürich verzeichnet eine Zunahme 
der Austritte. 

Während noch in den 1970er Jahren ungefähr 50 Prozent der 
Schweizerbevölkerung einer der grossen Kirchen angehörten waren es 
laut Volkszählung 2010 noch knapp 35 Prozent. Tendenz bleibt sinkend. 
Dagegen nehmen die Konfessionslosen stetig zu sowie auch andere 
Religionszugehörigkeiten. Man muss zum Schluss kommen: Die Kirche 
wird kleiner, ärmer. älter und unbedeutender.

Auf der anderen Seite der Kirchenmauer

Auf der anderen Seite der Kirchenmauer zaigt sich aber auch noch eine 
anderes Bild: Zahlreiche neue relgiöse auch christliche Gemeinschaften 
entstehen, internationale religiöse Bewegungen erfreuen sich weltweit 
eines grossen Zulaufs. Zugewanderte Religionen und Religösitäten 
werden zunehmen sichtbar, religiöse Rituale sind nach wie vor gefragt.

Nun kam die Referentin zurück zu den grosssen Konfessionen in unserem 
Land. Sie teilte die Katholiken und Reformierten in folgende Gruppen ein: 
Die Institutionellen sind Personen, denen christlicher Glaube und 
christliche Praxis im eigenen Leben viel bedeuten. Die Alternaniven 
sprechen eher von Spiritualität als von Religion, Die Säkularen sind 
Personen ohne jegliche religiöse Praxis und ohne religiöse 
Glaubensüberzeugung. 

Mit 64 Prozent bilden die Distanzierten die grösste Gruppe der 
Konfessionsangehörigen, Sie sind Mitglieder einer der grossen 
Konfessionen und bezahlen die Kirchensteuer. Ansonsten bedeutet die 
Konfessionszugehörikeit für sie jedoch lebenspraktisch nicht viel oder gar 
nichts. 

Megatrends beeinflussen auch die Religion

Und die Referentin kam auf die heutigen Megatrends zu sprechen, die 
immer mehr auch die Religionen beeinflussen. Die Globalisierung bringt 
eine weltweite Verflechtung in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Kultur, 
Umwelt, Kommunikation. Die Individualisierung des Einzelnen setzt sich 
immer mehr durch. Man muss autonom sein und man möchts selber 
entscheiden, Femail Shift nennt man die weibliche Bildungsrevolution, die 
sich in den letzten 30 Jahren rasant entwickelte. 

Downaging heisst die Alterung und Schrumpfung der Bevölkerung in den 
Wohlstands- und Wohlfahrtsstaaten der Welt. Dann spielt die Gesundheit 
eine immer zentralere Rolle im Leben, wie das die Entwicklungen im 
Wellness-Bereich zeigen.

Der moderne Mensch sucht die Religion

Die Referentin zeigte auf, dass auch der moderne Mensch die Religion 
sucht. Da müssen sich die Kirchen bewegen und der Zeit anpassen 
Herausforderungen sind: alte und neue Orte, alte und neue Formen, alte 
und neue Stils, alte und neue Arbeitsformen, alte und neue Berufsprofile. 

Und als Chancen des Wandels sieht die Referentin eine Kirche in 
Bewegung mit Partizipation der Interessierten, mit Nähe und 
Gastfreundschaft, eine Kirche mit Offenheit und Vertrauen, mit Lern – 
und Transformationsbereitschaft.

Bei der regen benutzten Diskussionsrunde wurde von einem Teilnehmer 
gesagt, dass er bereits im Vortrag erwähnte Änderungen bei den 
Gottesdiensten im katholischen Seelsorgebezirk Diessenhofen feststelle. 
Neuerungen in den Gottesdiensten (besseren Einbezug der Kinder, 
Kreistanzen etc) würden deutlich mehr junge Eltern mit Kindern in die 
Kirche bringen. 


Guido Elser (ge)
© Text und Fotos von Guido Elser



Dr. Eva Baumann-Neuhaus bei ihrem Referat im Pfarrei-
Zentrum (1)


Dr. Eva Baumann-Neuhaus bei ihrem Referat im Pfarrei-
Zentrum (2)

Sonntag, 24. Juni 2012

Sprachhürden überwinden (Integrations-Veranstaltung)

Katholische Kirche Diessenhofen *** Sprachhürden überwinden 
(Integrations-Veranstaltung) 

Integrationsveranstaltung der

Katholischen Kirche Diessenhofen 24.6.2012
Sprachhürden überwinden


Unter dem Motto „für ein gutes Miteinander“ fand am Sonntag im
Pfarreizentrum der Katholischen Kirche Diessenhofen eine Veranstaltung
zu Gunsten fremdsprachiger Eltern und ihrer Kinder statt.


„Viele Kinder und ihre Eltern können bei Eintritt ins Schulsystem kein Wort 
Deutsch. Die Übersetzungen des Elternratgebers werden wegen 
Analphabetismus und aus kulturellen Gründen oft nicht gelesen. Der 
Kontakt funktioniert also nur über die persönliche Begegnung“ erklärt 
Katharina Brütsch den Grund für die Veranstaltung. 

Es sei ihr ein grosses Anliegen, für Fremdsprachige die Hemmschwelle für 
Kontaktaufnahme möglichst tief zu halten. Brütsch ist Präsidentin des 
Elternrates der Primarschule Diessenhofen, welcher den Anlass 
organisierte.

Zum Auftakt des fröhlichen Festes eröffneten Kinder bis zur zweiten 
Klasse den Sonntags-Gottesdienst in der Kirche mit einem Lied. 
Anschliessend führte sie Annette Köhler, Leiterin der Kinderfeier-Gruppe 
der katholischen Kirche, in einen Versammlungsraum. 

Dort hielt sie einen kindergerechten Gottesdienst ab.Mit einfachen 
Worten erklärte sie, wie man beten könne. Gemeinsam bauten die Kinder 
eine wacklige Kirche aus Holzklötzen, dann eine solide mit Legosteinen. 
Alle wollten helfen und gaben lustige Kommentare ab. 

Auf die Frage, wo Gott wohne, schlug ein Kind vor „im Himmel“, worauf ein 
anderes meinte „man könnte eine Rakete in den Himmel schiessen um 
Gott zu suchen“.

Der Elternrat und Mitglieder der katholischen Kirchgemeinde luden 
anschliessend zu einem Mittagessen ein. 80 Erwachsene mit 50 Kindern 
hatten sich angemeldet. Blumen auf den gedeckten Tischen und weisse 
Sonnenschirme verwandelten den Garten vor der Bruder Klaus-Kirche in 
einen Bankettsaal. 

Hilario José, Mitglied des Portugiesischen Vereins Diessenhofen, 
verwöhnte die Gäste mit seiner Spezialität „Sardinen vom Grill“. Für jene, 
die Fisch nicht mögen, kochte er Spaghetti. Dazu gab es Salat. Ein 
riesiges Dessertbuffet, gespendet von den Gästen, bildete den 
krönenden Abschluss. 

Dank finanzieller Unterstützung der Volksschulgemeinde, der katholischen 
Kirche und der Stadtgemeinde gab es einen Gratis-Apéro, das Menu für 
die Kinder war gratis und Erwachsene zahlten nur fünf Franken. 

Katharina Brütsch war sehr zufrieden mit dem Anlass. „Die Zahl der 
Anmeldungen hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Ich kann mir 
gut vorstellen, wieder etwas Ähnliches durchzuführen, aus Rücksicht auf 
die Muslime aber nicht in einer Kirche.“


Dieter Ritter (dr)
© Text und Bilder von Dieter Ritter



Katharina Brütsch, Präsidentin des Elternrates, hilft bei der Essensausgabe


Die Kinder verfolgen den Bau der kleinen Kirche


Kinder bis zur zweiten Klasse eröffnen den Gottesdienst in der Kirche mit einem Lied


Die Kinder bauen eine wacklige Kirche aus Holzklötzen, dann eine solide mit Legosteinen

Teilen