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Samstag, 6. April 2013

Stefan Schwarz und die Schweizer Volksmusik




 "Potzmusig"
vom 30.03.2013, 18:38 Uhr


Stefan Schwarz - 
Journalist, Komponist, Musiker und Grafiker
 

Stefan Schwarz kennt jeden in der Volksmusikszene. Er ist Redaktor und 
Herausgeber der Volksmusik-Zeitschrift «Stubete». Daneben arbeitet er 
auch als Musikproduzent und spielt selber in verschiedenen 
Ländlerformationen mit.


Aktuell spielt Stefan Schwarz mit seiner Formation «Schabernack» auf den 
Ländlerbühnen. Auch in «Potzmusig» hat er seine Musikerkollegen 
Christian Freiburghaus, Marcel Zumbrunn und Christian Wyss eingeladen. 
Er spielt aber auch mit seiner zweiten Formation «Ohalätz», in der Stefan 
Klarinette spielt. 

Seine Wurzeln hat der gebürtige Berner Oberländer in der Blasmusik. 
Eines seiner Projekte als Dirigent nach der Rekrutenschule im Militärspiel 
war das Blasorchester Helvetia. 

Für «Potzmusig» hat er dieses reaktiviert und eine Eigenkomposition 
aufgenommen. Mit «Echo vom Weissenstein» spielt in der Sendung eine 
weitere bekannte Formation – und zugleich sein Geschäftspartner bei der 
Volksmusik-Zeitschrift «Stubete», Hanspeter Eggenberger. 

Mit dem Ländlerquartett «Schletti-Schwarz» und der Nachwuchsjodlerin 
Fabienne Portmann wird die Sendung abgerundet.




Dienstag, 11. Dezember 2012

Martha's Advents-Box 2012 *** 11. Dezember

NEU: Martha's Advents-Box 2012 *** 11. Dezember (von Martha Stadlmair) (11.12.2012)


11. Dezember 2011

Freude 

Die Engel im Himmel sangen wunderschön. Ein kleiner Engel hatte sich in
den Chor geschlichen und sang mit holpriger Stimme, dafür mit umso
mehr Inbrunst, seine selbst erfunden Lieder dazwischen. Der stolze
Engelchordirigent warf dem kleinen Engel böse Blicke zu.
 

In einer Pause quakte der kleine Engel: „La la la, ich bin so gerne da!“
Das war zuviel für den Dirigenten. „Halt, stopp!, Du störst die Reinheit der 
Musik!“ Kurzerhand warf er den Kleinen von der Wolke.

Mit tränenblinden Augen tastete der kleine Engel nach seinem 
Gesangsbuch, das er beim Sturz verloren hatte und verkroch sich 
weinend in einer Regenwolke. Nach einiger Zeit drang durch den Nebel 
eine sanfte Stimme an sein Ohr: „Du, Winzling, was hast du denn?“

Der kleine Engel schniefte und erblickte über sich das lächelnde Gesicht 
eines älteren Engels. „Ich,“ geräuschvoll zog er den Inhalt seiner Nase 
hoch, „ich darf nicht im Chor singen. Aber Singen macht mir solche 
Freude!“

„Wer sagt, dass du nicht singen darfst?“, fragte der ältere Engel. 

„Der Dirigent! Er hat mich von seiner Wolke geworfen.“ Erneut Tränen in 
den Augen des Kleinen. „Etwas verstehe ich aber nicht, warum darfst du 
nicht mehr singen?“ „Er hat gesagt, er will mich nicht in seinem Chor 
haben, dabei habe ich ganz eigene Lieder gemacht.“ 

Er streckte dem älteren Engel sein Gesangsbuch hin. Der blätterte darin 
und schaute dann den Kleinen ernst an. „Kannst du diese Lieder nur im 
Chor singen?“ „Ähm… Nein…?“ Der ältere Engel lächelte. Der Kleine 
wischte sich die Tränen vom Gesicht. Ein Hoffnungsschimmer trat in seine 
Augen. 

„Ich könnte mir eine eigene Wolke suchen und darauf singen. Würde ich 
dann den Chor nicht trotzdem stören?“ Der Engel schüttelte den Kopf. 
„Der Himmel ist weit!“ Er lächelte dem Kleinen ermutigend zu, drückte ihm 
das Gesangsbuch in die Hand und verschwand im Nebel. 

Ein Weilchen blieb der kleine Engel in seiner Regenwolke sitzen. Dann 
kroch er hinaus und schaute sich nach einer neuen Wolke um. Es dauerte 
gar nicht lange, da schwebte ein Wölkchen herbei. Freudig liess er sich 
darauf nieder. 

Er klappte sein Gesangsbuch auf und sang. Je länger er sang, desto 
fröhlicher wurde er. Die Engel, die ihn hörten, wurden von seiner Freude 
angesteckt und stimmten in den Gesang ein. Jeder Engel sang genau 
das, was er in seinem Herzen spürte. Es wurde ein Konzert voller 
Lebensfreude und Hingabe. Und Gott hörte zu und lächelte.



© Karin Jörger-Egger


Dienstag, 27. November 2012

Wenn Musikvereine Geschichten erzählen…

NEU: Ein besonderer Anlass *** Wenn Musikvereine Geschichten erzählen… 
(von Guido Elser) (26.11.2012)


Kirchenkonzert der Stadtmusik
Wenn Musikvereine Geschichten erzählen…

Etwa 200 Personen besuchten am Sonntagabend das Kirchenkonzert der
Stadtmusik Diessenhofen und des Musikvereins Allmannsdorf e.V. bei
Konstanz.

Diessenhofen


Dass auch mit Blasmusik grausame und auch liebliche Geschichten 
erzählt werden können, zeigten die beiden Verein am frühen 
Sonntagabend an ihrem gemeinsamen Kirchenkonzert in der katholischen 
Kirche Diessenhofen. 

Die Konstanzer (die Allmannnsdorfer sind heute von Konstanz 
eingemeindet) erzählte musikalisch in der Komposition «Die Hexe und die 
Heilige» eine grausame Geschichte, in der es unter anderem um 
Hexenverbrennung und Selbstmord ging und die Diessenhofer in dem 
Werk «Don Quichote de la Mancha» eine mehrheitlich heitere Geschichte. 

Beide Vereine wurden musikalisch den hohen Ansprüchen gerecht, die 
diese zwei Konzertstücke an die Dirigenten und die rund 100 Musiker und 
Musikerinnen stellten Der Konstanzer Verein zählt gegen 60, der 
Diessenhofer Verein über 40 Mitglieder. 

Das Konzert kam in Diessenhofen und vor einer Woche in Konstanz 
zustande, da die beiden Dirgenten Markus Augenstein und Klaus Sell, 
beide in Süddeutschland bekannt als vorzügliche Hornisten, befreundet 
sind. 

Die Konstanzer begannen ihr Konzert mit dem «Marsch der Medici» von 
Johann Wichers. Die verschiedenen Register des Vereins kamen toll zur 
Geltung, so die begnadeten Schlagzeuger und die drei gewaltigen Bässe. 
Blasmusikvereine mit sovielen Bässen sind hierzulande eine Seltenheit, 
und trotzdem kamen bei den Konstanzern auch alle andern Register 
bestens zur Geltung. 

Die Aufführung von «Die Hexe und die Heilige» wurde dann zum 
Höhepunkt und erntete langanhaltenden Applaus. 

«Don Quichote» war ein Höhepunkt 

Bei den Diessenhofern wurde die lustige Geschichte «Don Quichote» zum 
musikalischen Höhepunkt. Das Publikum bot begeisterten Applaus. Bei 
soviel Zuneigung wurden bei beiden Vereinen Zugaben verlangt, die 
grosszügig gewährt wurden, so bei den Konstanzern mit einer 
musikalischen Schlittenfahrt. 

Toll war es, wie da immer wieder die Peitsche knallte. Als Dank für das 
Gebotene wurden am Schlusss die beiden Dirigenten Klaus Sell für 
Konstanz und Markus Augenstein für Diessenhofen auf das Podest 
gebeten und dort mit Blumenbouquets und viel Applaus für die beiden 
Musikvereine gefeiert. 

Nach dem Konzert war es dann eng bei dem grossen Andrang zum 
reichhaltigen Apero im Untergschoss der Kirche. Dieser kam zustande 
dank grosszügiger Sponsoren. Im Publikum freut man sich bereits wieder 
auf das Kirchenkonzert 2013. 


Guido Elser (ge) 
© Text und Fotos von Guido Elser


 
Der Musikverein Allmannsdorf e.V.


Die Stadtmusik Diessenhofen


Die beiden Dirigenten Klaus Sell (links) und Markus Augenstein werden geehrt











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