NEU: Martha's Advents-Box 2012 *** 22. Dezember (von Martha Stadlmair) (21.12.2012)
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22. Dezember
Nummernsalat
Peter ärgert sich, als er das Türchen im Adventskalender öffnet. Wieder
nur ein Zettel mit einer Nummer darauf, die ihm gar nichts sagt. Dabei
hatte Papa schon auf dem ersten Zettel vermerkt, dass man alle
aufheben solle.
Aber Papa ist auf einer langen Geschäftsreise im Ausland. Warum er das
Zeug aufheben soll, kann Peter ihn nicht fragen.
Und Mama? – Ja, Mama: Die ist nicht mehr bei ihnen. Die wohnt bei ihrem
neuen Mann in der Schweiz.
Tante Jule, Papas Schwester, muss Peter und Susanne versorgen. Und
die kann er gar nichts fragen. Denn Tante Jule schüttelt bei solchen
Angelegenheiten den Kopf:
„Hab genug mit dem Haushalt zu tun! – Für so etwas habe ich keine
Zeit!“
„Was hat sich Papa da wieder ausgedacht!“, denkt Peter wütend,
zerknüllt das Zettelchen und wirft es, wie schon die anderen zuvor, in den
Papierkorb.
Schwester Susanne hat es beobachtet. Schnell fischt sie das
Papierknäuel aus dem Blätterhaufen, faltet es auf, streicht es glatt,
schreibt den Tag auf die Rückseite und legt es in ihre
Schreibtischschublade zu den anderen Zetteln, die Peter weggeworfen
hat, und zu ihren eigenen.
Dann schmunzelt sie, denn sie ahnt etwas.
Als Peter die letzte Tür am Kalender öffnet und einen größeren Zettel
findet, auf dem steht, dass man nun die Zettel alle gesammelt vorlegen
müsse, um das Geschenk zu erhalten, wird er blass: Alles weggeworfen!
„Papa macht mit uns eine Reise, Peter“, sagt Susanne, als sie Peters
Miene sieht: „Wir fliegen mit ihm nach Ägypten und machen dort eine
Kreuzfahrt auf dem Nil. Ich habe alles kontrolliert. Es waren Längen- und
Breitenangaben auf den Zettelchen. – Deine habe ich auch aufgehoben!“
„Danke, Susanne!“, ist Peter erleichtert! „Beinahe hätte ich alles versaut
und hätte hier bleiben müssen!“
© Helmut Frhr.v. Scheurl-Defersdorf
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Freitag, 21. Dezember 2012
Donnerstag, 13. Dezember 2012
Martha's Advents-Box 2012 *** 13. Dezember
NEU: Martha's Advents-Box 2012 *** 13. Dezember (von Martha Stadlmair) (13.12.2012)
13. Dezember
Weihnachten unter Palmen
Erinnerung, wieder ist es Winter und wieder sinken meine Stiefel in die
20 cm Neuschnee ein. So tragen mich meine mit Schafsfell gefütterten
Treter an das weihnachtlich geschmückte Fenster eines Reisebüros.
„Weihnachten unter Palmen“ steht auf dem grossen Plakat. Daneben
hängen Bilder von weissen Sandstränden und einem Weihnachtsmann in
Badehose. Ein Schmunzeln huscht mir über das eingefrorene Gesicht.
Weihnachten unter Palmen, das gab’s auch bei mir schon.
Allerdings wollte mir kein leichtbekleideter Weihnachtsmann
Sangriapunsch andrehen. Weihnachten unter Palmen an der deutschen
Ostseeküste. Letztes Jahr nahm die Geschichte ihren Lauf, besser
gesagt, ihren Fall.
Es fielen ganz viele, dicke Schneeflocken und legten sich auf alles,was
nicht weglief. Weisse Weihnacht ist doch soooo romantisch. Die hatten
wir jetzt, und zwar mit „g“ ganz weisse Weihnacht. Auf dem Balkon lag
mindesten ein halber Meter Schnee. Das Weiss, wie ein strahlend
weisses Lächeln von jemandem der triumphiert. Klimawandel und die
Umweltverschmutzung geistern im Kopf herum.
Das Telefon: meine Mutter war dran: „Kind, bleibt bloss zu Hause,
draussen ist die Hölle los!“ Gut, die Hölle hatte ich mir mit ganz viel Feuer
und Lava vorgestellt, aber ich verstand.
„Ja Mama, wir bleiben daheim. Aus Weihnachten mit der Familie wird wohl
leider nichts.“
„Schatz wir müssen einkaufen“, flüsterte ich meinem Freund ins Ohr. „Wir
haben doch alle Geschenke, du hast sie gestern verpackt.“ „Nein“
entgegnete ich, „wir brauchen Lebensmittel, wir können hier nicht weg,
wir sind eingeschneit.“
„Quatsch!“ gab er zurück. Aber auch ihm fiel die Kinnlade herunter. Der
Schnee zeigte ihm sein strahlendes Siegerlächeln. Kennen Sie das
Michelin-Männchen? Genauso sahen wir aus. Wir machten uns also auf
zum Supermarkt.
Kurz bezahlen und dann wieder raus in die weisse Pracht. Zu Hause
schmiss ich mich in Schale. Das volle Programm, versteht sich: Haare,
Make-up, Klamotten und Ohrringe die wie Weihnachtskugeln aussahen.
Ich machte weihnachtliche Musik an und kramte die Tischdecke hervor.
Und dann, oh mein Gott, kein Weihnachtsbaum, kein Zweig, nichts wo ich
die Geschenke hätte drunter legen können. Was nun? Doch, da, hinten in
der Ecke, da stand er ja, der ultimative Weihnachtsbaumersatz: die
Palme.
Ich stellte also die Palme in die Mitte des Raumes und begann zu
schmücken. Der Stamm bekam eine Ummantelung aus knallrotem
Geschenkpapier, kleine Schnapsflaschen hingen an bunten Schleifen.
Kleine Bonbons zierten die Palme und die Lichterkette, welche ihr eine
weihnachtlichen Schimmer gab.
Eine Weihnachtspalme - einen Tannenbaum braucht es nicht, wenn man
eine Palme hat.
© Lisa David
13. Dezember
Weihnachten unter Palmen
Erinnerung, wieder ist es Winter und wieder sinken meine Stiefel in die
20 cm Neuschnee ein. So tragen mich meine mit Schafsfell gefütterten
Treter an das weihnachtlich geschmückte Fenster eines Reisebüros.
„Weihnachten unter Palmen“ steht auf dem grossen Plakat. Daneben
hängen Bilder von weissen Sandstränden und einem Weihnachtsmann in
Badehose. Ein Schmunzeln huscht mir über das eingefrorene Gesicht.
Weihnachten unter Palmen, das gab’s auch bei mir schon.
Allerdings wollte mir kein leichtbekleideter Weihnachtsmann
Sangriapunsch andrehen. Weihnachten unter Palmen an der deutschen
Ostseeküste. Letztes Jahr nahm die Geschichte ihren Lauf, besser
gesagt, ihren Fall.
Es fielen ganz viele, dicke Schneeflocken und legten sich auf alles,was
nicht weglief. Weisse Weihnacht ist doch soooo romantisch. Die hatten
wir jetzt, und zwar mit „g“ ganz weisse Weihnacht. Auf dem Balkon lag
mindesten ein halber Meter Schnee. Das Weiss, wie ein strahlend
weisses Lächeln von jemandem der triumphiert. Klimawandel und die
Umweltverschmutzung geistern im Kopf herum.
Das Telefon: meine Mutter war dran: „Kind, bleibt bloss zu Hause,
draussen ist die Hölle los!“ Gut, die Hölle hatte ich mir mit ganz viel Feuer
und Lava vorgestellt, aber ich verstand.
„Ja Mama, wir bleiben daheim. Aus Weihnachten mit der Familie wird wohl
leider nichts.“
„Schatz wir müssen einkaufen“, flüsterte ich meinem Freund ins Ohr. „Wir
haben doch alle Geschenke, du hast sie gestern verpackt.“ „Nein“
entgegnete ich, „wir brauchen Lebensmittel, wir können hier nicht weg,
wir sind eingeschneit.“
„Quatsch!“ gab er zurück. Aber auch ihm fiel die Kinnlade herunter. Der
Schnee zeigte ihm sein strahlendes Siegerlächeln. Kennen Sie das
Michelin-Männchen? Genauso sahen wir aus. Wir machten uns also auf
zum Supermarkt.
Kurz bezahlen und dann wieder raus in die weisse Pracht. Zu Hause
schmiss ich mich in Schale. Das volle Programm, versteht sich: Haare,
Make-up, Klamotten und Ohrringe die wie Weihnachtskugeln aussahen.
Ich machte weihnachtliche Musik an und kramte die Tischdecke hervor.
Und dann, oh mein Gott, kein Weihnachtsbaum, kein Zweig, nichts wo ich
die Geschenke hätte drunter legen können. Was nun? Doch, da, hinten in
der Ecke, da stand er ja, der ultimative Weihnachtsbaumersatz: die
Palme.
Ich stellte also die Palme in die Mitte des Raumes und begann zu
schmücken. Der Stamm bekam eine Ummantelung aus knallrotem
Geschenkpapier, kleine Schnapsflaschen hingen an bunten Schleifen.
Kleine Bonbons zierten die Palme und die Lichterkette, welche ihr eine
weihnachtlichen Schimmer gab.
Eine Weihnachtspalme - einen Tannenbaum braucht es nicht, wenn man
eine Palme hat.
© Lisa David
Dienstag, 11. Dezember 2012
Martha's Advents-Box 2012 *** 11. Dezember
NEU: Martha's Advents-Box 2012 *** 11. Dezember (von Martha Stadlmair) (11.12.2012)
11. Dezember 2011
Freude
Die Engel im Himmel sangen wunderschön. Ein kleiner Engel hatte sich in
den Chor geschlichen und sang mit holpriger Stimme, dafür mit umso
mehr Inbrunst, seine selbst erfunden Lieder dazwischen. Der stolze
Engelchordirigent warf dem kleinen Engel böse Blicke zu.
In einer Pause quakte der kleine Engel: „La la la, ich bin so gerne da!“
Das war zuviel für den Dirigenten. „Halt, stopp!, Du störst die Reinheit der
Musik!“ Kurzerhand warf er den Kleinen von der Wolke.
Mit tränenblinden Augen tastete der kleine Engel nach seinem
Gesangsbuch, das er beim Sturz verloren hatte und verkroch sich
weinend in einer Regenwolke. Nach einiger Zeit drang durch den Nebel
eine sanfte Stimme an sein Ohr: „Du, Winzling, was hast du denn?“
Der kleine Engel schniefte und erblickte über sich das lächelnde Gesicht
eines älteren Engels. „Ich,“ geräuschvoll zog er den Inhalt seiner Nase
hoch, „ich darf nicht im Chor singen. Aber Singen macht mir solche
Freude!“
„Wer sagt, dass du nicht singen darfst?“, fragte der ältere Engel.
„Der Dirigent! Er hat mich von seiner Wolke geworfen.“ Erneut Tränen in
den Augen des Kleinen. Etwas verstehe ich aber nicht, warum darfst du
nicht mehr singen?“ „Er hat gesagt, er will mich nicht in seinem Chor
haben, dabei habe ich ganz eigene Lieder gemacht.“
Er streckte dem älteren Engel sein Gesangsbuch hin. Der blätterte darin
und schaute dann den Kleinen ernst an. „Kannst du diese Lieder nur im
Chor singen?“ „Ähm… Nein…?“ Der ältere Engel lächelte. Der Kleine
wischte sich die Tränen vom Gesicht. Ein Hoffnungsschimmer trat in seine
Augen.
„Ich könnte mir eine eigene Wolke suchen und darauf singen. Würde ich
dann den Chor nicht trotzdem stören?“ Der Engel schüttelte den Kopf.
„Der Himmel ist weit!“ Er lächelte dem Kleinen ermutigend zu, drückte ihm
das Gesangsbuch in die Hand und verschwand im Nebel.
Ein Weilchen blieb der kleine Engel in seiner Regenwolke sitzen. Dann
kroch er hinaus und schaute sich nach einer neuen Wolke um. Es dauerte
gar nicht lange, da schwebte ein Wölkchen herbei. Freudig liess er sich
darauf nieder.
Er klappte sein Gesangsbuch auf und sang. Je länger er sang, desto
fröhlicher wurde er. Die Engel, die ihn hörten, wurden von seiner Freude
angesteckt und stimmten in den Gesang ein. Jeder Engel sang genau
das, was er in seinem Herzen spürte. Es wurde ein Konzert voller
Lebensfreude und Hingabe. Und Gott hörte zu und lächelte.
© Karin Jörger-Egger
11. Dezember 2011
Freude
Die Engel im Himmel sangen wunderschön. Ein kleiner Engel hatte sich in
den Chor geschlichen und sang mit holpriger Stimme, dafür mit umso
mehr Inbrunst, seine selbst erfunden Lieder dazwischen. Der stolze
Engelchordirigent warf dem kleinen Engel böse Blicke zu.
In einer Pause quakte der kleine Engel: „La la la, ich bin so gerne da!“
Das war zuviel für den Dirigenten. „Halt, stopp!, Du störst die Reinheit der
Musik!“ Kurzerhand warf er den Kleinen von der Wolke.
Mit tränenblinden Augen tastete der kleine Engel nach seinem
Gesangsbuch, das er beim Sturz verloren hatte und verkroch sich
weinend in einer Regenwolke. Nach einiger Zeit drang durch den Nebel
eine sanfte Stimme an sein Ohr: „Du, Winzling, was hast du denn?“
Der kleine Engel schniefte und erblickte über sich das lächelnde Gesicht
eines älteren Engels. „Ich,“ geräuschvoll zog er den Inhalt seiner Nase
hoch, „ich darf nicht im Chor singen. Aber Singen macht mir solche
Freude!“
„Wer sagt, dass du nicht singen darfst?“, fragte der ältere Engel.
„Der Dirigent! Er hat mich von seiner Wolke geworfen.“ Erneut Tränen in
den Augen des Kleinen. Etwas verstehe ich aber nicht, warum darfst du
nicht mehr singen?“ „Er hat gesagt, er will mich nicht in seinem Chor
haben, dabei habe ich ganz eigene Lieder gemacht.“
Er streckte dem älteren Engel sein Gesangsbuch hin. Der blätterte darin
und schaute dann den Kleinen ernst an. „Kannst du diese Lieder nur im
Chor singen?“ „Ähm… Nein…?“ Der ältere Engel lächelte. Der Kleine
wischte sich die Tränen vom Gesicht. Ein Hoffnungsschimmer trat in seine
Augen.
„Ich könnte mir eine eigene Wolke suchen und darauf singen. Würde ich
dann den Chor nicht trotzdem stören?“ Der Engel schüttelte den Kopf.
„Der Himmel ist weit!“ Er lächelte dem Kleinen ermutigend zu, drückte ihm
das Gesangsbuch in die Hand und verschwand im Nebel.
Ein Weilchen blieb der kleine Engel in seiner Regenwolke sitzen. Dann
kroch er hinaus und schaute sich nach einer neuen Wolke um. Es dauerte
gar nicht lange, da schwebte ein Wölkchen herbei. Freudig liess er sich
darauf nieder.
Er klappte sein Gesangsbuch auf und sang. Je länger er sang, desto
fröhlicher wurde er. Die Engel, die ihn hörten, wurden von seiner Freude
angesteckt und stimmten in den Gesang ein. Jeder Engel sang genau
das, was er in seinem Herzen spürte. Es wurde ein Konzert voller
Lebensfreude und Hingabe. Und Gott hörte zu und lächelte.
© Karin Jörger-Egger
Sonntag, 9. Dezember 2012
Martha's Advents-Box 2012 *** 10. Dezember 2012 (Fortsetzung vom 09.12.)
NEU: Martha's Advents-Box 2012 *** 10. Dezember 2012 (Fortsetzung vom 09.12.)
(von Martha Stadlmair)(10.12.2012)
10. Dezember 2011
2.Teil
Heilig Abend ohne Weihnachtsbaum
„Na, dann wird das ne feine Weihnacht“, brummt der Kapitän,
„Weihnachtsabend ohne Baum. – Nee, dann gibt’s auch keinen
Weihnachtsköm, nur nen Bibelspruch, und dann nix wie ab in de Kojen!“ –
Und damit greift er zur Bibel, nimmt den Zettel aus dem Matthäus-
Evangelium und beginnt mit der Lesung.
Der Segelmacher macht sich klein und rutscht vorsichtig zur Tür. Ohne
Weihnachtsköm wird das für ihn keine gute Nacht werden. Da sind die
Kameraden sehr nachtragend. Doch der Bootsmann hält ihn fest und
zischt: „Hiergeblieben!“
Der Segelmacher gerät ins Schwitzen. Seekameraden sind nachtragend,
wenn sie ihren verdienten Weihnachtsköm nicht bekommen. Und beim
Weihnachtsköm verstehen sie überhaupt keinen Spaß. Kielholen ist das
Mindeste, was ihm droht.
Als der Kapitän mit der Lesung fast fertig ist, klopft es an der Tür. Der
Bootsmann gibt dem Segelmacher einen Schubs. „Nun mach die Tür auf,
du Döspaddel. Wann du schon auf unsern Weihnachtsbaum nicht
aufpassen kannst, dann mach wenigstens die Tür auf. Vielleicht kommt ja
der Weihnachtsmann!“
Als die Tür aufschwingt und alle lachen, weiß Hein plötzlich, wo der
Tampen, das Segeltuch, die Nägel und die Farbe geblieben sind. Denn da
tritt der Benjamin mit einem kleinen Baum herein, der eindeutig aus dem
aufgespleissten und zu einem kegelförmigen Gebilde zusammengedrehten
Tampen besteht, umwickelt mit Segeltuchfetzen, gespickt mit Nägeln, und
alles grün angestrichen.
Ein paar brennende Kerzen sind auch noch darauf. „Ihr Kinderlein
kommet, oh kommet doch all …“, stimmen die Kameraden an.
„Na, Hein“, meint der Kapitän und grinst, „nächste Weihnachten passt du
ein bisschen besser auf unsern Weihnachtsbaum auf! - Und nun schenk
den Köm aus, aber doppelt. Der geht dieses Jahr auf deine Rechnung!“
© Helmut Frhr. v. Scheurl-Derfersdorf
Eine Vielfalt von weiteren Themen
und Meinungen erwartet Sie auf dem
"Original Latschariplatz"
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Klicke auf:
http://www.bannjongg.com/cgi-bin/sbb....cgi?&a=news
(von Martha Stadlmair)(10.12.2012)
10. Dezember 2011
2.Teil
Heilig Abend ohne Weihnachtsbaum
„Na, dann wird das ne feine Weihnacht“, brummt der Kapitän,
„Weihnachtsabend ohne Baum. – Nee, dann gibt’s auch keinen
Weihnachtsköm, nur nen Bibelspruch, und dann nix wie ab in de Kojen!“ –
Und damit greift er zur Bibel, nimmt den Zettel aus dem Matthäus-
Evangelium und beginnt mit der Lesung.
Der Segelmacher macht sich klein und rutscht vorsichtig zur Tür. Ohne
Weihnachtsköm wird das für ihn keine gute Nacht werden. Da sind die
Kameraden sehr nachtragend. Doch der Bootsmann hält ihn fest und
zischt: „Hiergeblieben!“
Der Segelmacher gerät ins Schwitzen. Seekameraden sind nachtragend,
wenn sie ihren verdienten Weihnachtsköm nicht bekommen. Und beim
Weihnachtsköm verstehen sie überhaupt keinen Spaß. Kielholen ist das
Mindeste, was ihm droht.
Als der Kapitän mit der Lesung fast fertig ist, klopft es an der Tür. Der
Bootsmann gibt dem Segelmacher einen Schubs. „Nun mach die Tür auf,
du Döspaddel. Wann du schon auf unsern Weihnachtsbaum nicht
aufpassen kannst, dann mach wenigstens die Tür auf. Vielleicht kommt ja
der Weihnachtsmann!“
Als die Tür aufschwingt und alle lachen, weiß Hein plötzlich, wo der
Tampen, das Segeltuch, die Nägel und die Farbe geblieben sind. Denn da
tritt der Benjamin mit einem kleinen Baum herein, der eindeutig aus dem
aufgespleissten und zu einem kegelförmigen Gebilde zusammengedrehten
Tampen besteht, umwickelt mit Segeltuchfetzen, gespickt mit Nägeln, und
alles grün angestrichen.
Ein paar brennende Kerzen sind auch noch darauf. „Ihr Kinderlein
kommet, oh kommet doch all …“, stimmen die Kameraden an.
„Na, Hein“, meint der Kapitän und grinst, „nächste Weihnachten passt du
ein bisschen besser auf unsern Weihnachtsbaum auf! - Und nun schenk
den Köm aus, aber doppelt. Der geht dieses Jahr auf deine Rechnung!“
© Helmut Frhr. v. Scheurl-Derfersdorf
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Samstag, 8. Dezember 2012
Martha's Advents-Box 2012 *** 09. Dezember
NEU: Martha's Advents-Box 2012 *** 09. Dezember (von Martha Stadlmair) (09.12.2012)
09. Dezember 2011
Heilig Abend ohne Weihnachtsbaum
Erinnerung
Sie sitzen in der Mannschaftsmesse der „Groote Marie“ zusammen. Alle
bis auf den Zweiten Steuermann und die Deckhands. Alle Segel gesetzt,
laufen sie vorm Wind. Das Kap der Guten Hoffnung liegt weit hinter ihnen.
Sidney ist ihr Ziel. Der Kapitän hat „Volle Wache“ angeordnet, denn man
weiß nie, wann aus den braven Westwinden plötzlich die „Roaring
Forties“ werden. Mit den Deckhands und dem Zweiten Steuermann würde
er später feiern.
Alle sitzen zufrieden da und freuen sich auf die kleine Feier und den Köm,
der zu Weihnachten ausgeschenkt wird. Nur der Benjamin fehlt. Dem sei
schlecht und der läge in seiner Koje, meint der Bootsmann. Und ein Teil
der Mannschaft feixt.
Einzig Hein, der Segelmacher, nervt. Er fragt immer noch nach dem Stück
Tampen, das vor einer Woche aus seiner Segelkammer verschwunden ist.
„Was macht einer mit nur sechs Fuß Tampen?“, fragt er. Ein Stück
Segeltuch und eine Rolle Garn seien auch weg. Wo man denn hinkäme,
wenn einfach Sachen auf See geklaut würden.
„Reg dich nicht auf, Hein!“, brummt der Schiffszimmermann, „wenn du in
meine Nagelkiste gucken tätst, würde dich der Schlag treffen. Zwei
Schock von den Dreizöllern einfach verschütt. Und von der grünen Farbe
konnte auch einer die Finger nicht lassen.
Aber heute ist Weihnachtsabend. Lass es gut sein! – Mich wundert’s nur,
wo der Weihnachtsbaum bleibt, Hein. Ich meine, den hättest du in deiner
Segelkammer mitnehmen und frisch halten sollen. – Na – wo ist der den
nun? Willst du den nicht holen?“
Hein läuft krebsrot an, als der Kapitän ihn nun auch noch stumm und
vorwurfsvoll ansieht und dann schulterzuckend fragt: „Na, Hein, wo ist
der denn nun, der Baum?“
„Habt ihr wohl nicht mitgekriegt!“, ruft der Smutje, „bei Kapstadt war der
Baum schon trocken wie ein Klippfisch, nur noch Feuerholz. Ist in meinem
Herd gelandet! Hein hat ihn mir gebracht!“
© Helmut Frhr.v. Scheurl-Defersdorf
(Fortsetzung am 10. Dezember)
09. Dezember 2011
Heilig Abend ohne Weihnachtsbaum
Erinnerung
Sie sitzen in der Mannschaftsmesse der „Groote Marie“ zusammen. Alle
bis auf den Zweiten Steuermann und die Deckhands. Alle Segel gesetzt,
laufen sie vorm Wind. Das Kap der Guten Hoffnung liegt weit hinter ihnen.
Sidney ist ihr Ziel. Der Kapitän hat „Volle Wache“ angeordnet, denn man
weiß nie, wann aus den braven Westwinden plötzlich die „Roaring
Forties“ werden. Mit den Deckhands und dem Zweiten Steuermann würde
er später feiern.
Alle sitzen zufrieden da und freuen sich auf die kleine Feier und den Köm,
der zu Weihnachten ausgeschenkt wird. Nur der Benjamin fehlt. Dem sei
schlecht und der läge in seiner Koje, meint der Bootsmann. Und ein Teil
der Mannschaft feixt.
Einzig Hein, der Segelmacher, nervt. Er fragt immer noch nach dem Stück
Tampen, das vor einer Woche aus seiner Segelkammer verschwunden ist.
„Was macht einer mit nur sechs Fuß Tampen?“, fragt er. Ein Stück
Segeltuch und eine Rolle Garn seien auch weg. Wo man denn hinkäme,
wenn einfach Sachen auf See geklaut würden.
„Reg dich nicht auf, Hein!“, brummt der Schiffszimmermann, „wenn du in
meine Nagelkiste gucken tätst, würde dich der Schlag treffen. Zwei
Schock von den Dreizöllern einfach verschütt. Und von der grünen Farbe
konnte auch einer die Finger nicht lassen.
Aber heute ist Weihnachtsabend. Lass es gut sein! – Mich wundert’s nur,
wo der Weihnachtsbaum bleibt, Hein. Ich meine, den hättest du in deiner
Segelkammer mitnehmen und frisch halten sollen. – Na – wo ist der den
nun? Willst du den nicht holen?“
Hein läuft krebsrot an, als der Kapitän ihn nun auch noch stumm und
vorwurfsvoll ansieht und dann schulterzuckend fragt: „Na, Hein, wo ist
der denn nun, der Baum?“
„Habt ihr wohl nicht mitgekriegt!“, ruft der Smutje, „bei Kapstadt war der
Baum schon trocken wie ein Klippfisch, nur noch Feuerholz. Ist in meinem
Herd gelandet! Hein hat ihn mir gebracht!“
© Helmut Frhr.v. Scheurl-Defersdorf
(Fortsetzung am 10. Dezember)
Martha's Advents-Box 2012 *** 08. Dezember
NEU: Martha's Advents-Box 2012 *** 08. Dezember (von Martha Stadlmair) (08.12.2012)
08. Dezember
Wer bin ich?
Ein kleiner Kristall ist in luftigen Höhe entstanden und tanzt zur Erde.
Die Welt ist dunkel, doch der Mond macht ihn glänzend und er ist
wunderschön.
„Ich wünsche die Welt zu erhellen. Aber wo sind die anderen Kristalle?“
Weit und breit ist er allein. Er entdeckt: Der Himmel wird heller und die
Sonnestrahlen finden zu ihm, so dass er plötzlich viele glitzernde Farben
in sich vereint.
„Ich möchte auf Wanderschaft gehen und vieles entdecken!“denkt er vor
sich hin. Da plötzlich lässt ihn der Wind davon rollen, er fliegt ein
bisschen, hüpft auf und ab. Er schaut sich um.
„Was werde ich auf meiner Reise alles sehen?“ fragt er sich.
Im herbstlichen Norden will die Sonne sich nicht zeigen. Dort liegt eher
eine graue Stimmung über den Feldern und den Wäldern. Am kleinen
Kristall fliegt etwas vorbei – es ist ein grünes Blatt.
Er sieht aber auch verfärbte Blätter. Ihre Farben sind stumpf. Sobald der
Kristall sie leicht berührt fangen die Blätter zu glänzen an.
„Schön seid ihr, freut euch!“ ruft der kleine Kristall ihnen zu.
Er begegnet Ahorn- und Birkenbäumen.
Ihre Blätter wirken traurig, obwohl sie rotgelborangefarbig sind. Der
Kristall berührt sie und bringt sie zum Glänzen. Es wird immer kälter und
kälter.
„Wunderschön“, flüstert der kleine Kristall im Selbstgespräch.
Ein starker Windstoss trägt ihn ins grüne Gras. „Oh, schön weich ist es
da!“, murmelt der besondere, schöne Kristall.
Ein Vögelchen hüpft zu ihm hin. Sie schauen einander an, und schwupps
ist der kleine Kristall im Vogelschnabel verschwunden. Der Kristall schmilzt
und löscht den Durst des Finken. Die Kälte plustert dem Tierchen das
Gefieder auf.
„Ich bin ein kleiner neugieriger Schneekristall gewesen!“
Viele weitere Frostkristalle helfen die farbigen Blätter zu verzieren, sie
erhalten ein Frost-Kränzlein spitzig weissglitzernd. So wird der Indian
Summer in Amerika zu einem nicht alltäglichen Erlebnis.
© Isobel Hess
08. Dezember
Wer bin ich?
Ein kleiner Kristall ist in luftigen Höhe entstanden und tanzt zur Erde.
Die Welt ist dunkel, doch der Mond macht ihn glänzend und er ist
wunderschön.
„Ich wünsche die Welt zu erhellen. Aber wo sind die anderen Kristalle?“
Weit und breit ist er allein. Er entdeckt: Der Himmel wird heller und die
Sonnestrahlen finden zu ihm, so dass er plötzlich viele glitzernde Farben
in sich vereint.
„Ich möchte auf Wanderschaft gehen und vieles entdecken!“denkt er vor
sich hin. Da plötzlich lässt ihn der Wind davon rollen, er fliegt ein
bisschen, hüpft auf und ab. Er schaut sich um.
„Was werde ich auf meiner Reise alles sehen?“ fragt er sich.
Im herbstlichen Norden will die Sonne sich nicht zeigen. Dort liegt eher
eine graue Stimmung über den Feldern und den Wäldern. Am kleinen
Kristall fliegt etwas vorbei – es ist ein grünes Blatt.
Er sieht aber auch verfärbte Blätter. Ihre Farben sind stumpf. Sobald der
Kristall sie leicht berührt fangen die Blätter zu glänzen an.
„Schön seid ihr, freut euch!“ ruft der kleine Kristall ihnen zu.
Er begegnet Ahorn- und Birkenbäumen.
Ihre Blätter wirken traurig, obwohl sie rotgelborangefarbig sind. Der
Kristall berührt sie und bringt sie zum Glänzen. Es wird immer kälter und
kälter.
„Wunderschön“, flüstert der kleine Kristall im Selbstgespräch.
Ein starker Windstoss trägt ihn ins grüne Gras. „Oh, schön weich ist es
da!“, murmelt der besondere, schöne Kristall.
Ein Vögelchen hüpft zu ihm hin. Sie schauen einander an, und schwupps
ist der kleine Kristall im Vogelschnabel verschwunden. Der Kristall schmilzt
und löscht den Durst des Finken. Die Kälte plustert dem Tierchen das
Gefieder auf.
„Ich bin ein kleiner neugieriger Schneekristall gewesen!“
Viele weitere Frostkristalle helfen die farbigen Blätter zu verzieren, sie
erhalten ein Frost-Kränzlein spitzig weissglitzernd. So wird der Indian
Summer in Amerika zu einem nicht alltäglichen Erlebnis.
© Isobel Hess
Freitag, 7. Dezember 2012
Senioren-Nachmittag *** Ein fröhlicher Start in den Winter
Senioren-Nachmittag *** Ein fröhlicher Start in den Winter
(von Guido Elser) (06.12.2012)
Ein fröhlicher Start in den Winter
Am Mittwoch lud der Gemeinnützige Frauenverein, unterstützt von der
Pro Senectute, zu einem fröhlichen Adventssenioren-Nachmittag ins
katholische Pfarreizentrum ein.
Diessenhofen
«Ein fröhlicher Start in den Winter» lautete das Motto. Es kamen etwa 50
Seniorinnen und Senioren. Hauptperson an diesem Nachmittag war der
sehr vielseitige Alleinunterhalter Jean-Luc Oberleitner aus Birmensdorf,
aufgewachsen in der Stadt St. Gallen aber mit Wurzeln nach Appenzell
und nach Wien.
Schon diese Mischung der Herkunft liess einiges erwarten.
Er trat in Diessenhofen mit einem Appenzeller Wams und einem
Appenzeller Knopf als Krawatte auf. Eines der ersten Lieder war «Nach
em Räge schint d’sunne, nach em briegge wird glacht».
Nach einem Potpourri mit Tessiner Liedern wie «Adio la caserna»…
wünschte sich eine Seniorin ein Appenzeller Lied. Und sofort spielte der
Akkordeonist sehr gekonnt einen echten Appenzeller Tanz auf seinem
Instrument.
Gilberte de Courgenay
Schade war, dass nur wenige Senioren da waren, die einmal Militärdienst
geleistet haben, als der Unterhalter das Lied anstimmte «Cest la petite
Gilberte de Courgenay. Elle connaìt trois mille soldats et tous les
officiers».
Aber auch die Senorinnen kamen auf ihre Rechnung mit «Oh mein Papa
war eine wunderbare Clown» oder mit dem Wiener Lied «Heut kommen
die Engel auf Urlaub nach Wien».
Zwischen den Gesängen zitierte der Sänger auch kurze lustige Texte von
Fridolin Tschudi oder Erich Kästner, So konnten alle auch immer wieder
herzhaft lachen.
Ein Höhepunkt der Darbietungen war dann auch noch die Melodie
«Montanara» mit dem Glockenspiel. Es gelang dem Unterhalter, in zwei
Blöcken zu je einer guten halben Stunde frohe Unterhaltung zu bieten
und das Publikum immer wieder auch zum Mitsingen zu bringen.
Gegen den Schluss bewegte sich dann der Akkordeonist vor allem im
Bereich weihnachtlicher Melodien wie einem Spaziergang durch den
Winterwald.oder der Melodie «Leise rieselt der Schnee».
Bis zum 13. Februar!
Nach dem offerierten feinen Imbiss bedankte sich Maya Engeli beim
Künstler für die gebotene Unterhaltung. Der nächste Seniorenachmittag
findet am 13. Februar mit einem Seniorentheater in der Rhyhalle statt.
Guido Elser (ge)
© Text und Bilder von Guido Elser
Der virtuose Akkordeonist
Der Künstler beim Glockenspiel
Donnerstag, 6. Dezember 2012
Martha's Advents-Box 2012 *** 07. Dezember
Martha's Advents-Box 2012 *** 07. Dezember (von Martha Stadlmair) (06.12.2012)
07. Dezember 2o11
Eine Enttäuschung löst sich auf
Es ist der 1. Advent. Mit der Kerzenwärme geht Helen, das jüngste der
drei Kinder, in den Garten und setzt sich an den zugefrorenen Weiher
auf einen grossen Stein.
Es braucht 4 Kerzen bis Weihnachten, überlegt sie. Aber es gibt doch
noch etwas viel Wichtigeres, der Samichlaus muss doch in der Nähe sein.
Niemand spricht davon. Tage vergehen - es ist der 5. Dezember. Noch
einmal schlafen. Endlich ist der ersehnte Tag da.
Helen ist ganz aufgeregt und fragt die Mutter: „ Wann kommt der
Samichlaus“? Die Mutter ist vorsichtig und meint:“Das weiss ich auch nicht
so genau“. Langsam vergeht der Tag. Helen mag nicht so richtig spielen,
sie ist etwas aufgeregt. Sie übt auch immer wieder das Verslein. Es ist
Bettzeit und der Samichlaus ist nicht gekommen.
Traurig schaut sie die Mutter an und sagt: “Der Samichlaus hat mich
vergessen.“ Die Mutter tröstete und erwidert: “Er muss viele Kinder
besuchen.“ Helen liegt lange wach, endlich schläft sie ein. Früh am
Morgen hört sie ein Glöcklein und schlüpft schnell aus dem Bett. Ein Zettel
liegt vor der Tür. Die Mutter liest vor: „Ich komme heute zu dir,
Samichlaus.“ „Juhui!“ jubelt Helen.
Es wird Abend und wie angesagt läutet der Samichlaus an der Tür. Er
trägt ein rotes Buch, einen grossen braunen Sack, schwarze Stiefel und
ein blaues Gewand mit roter Verzierung. Helen ist ganz aufgeregt und will
gleich ihr Verslein aufsagen:
Samichlaus säg du mir gschwind,
bisch du gsi bi allne Chind?
Wo hesch du denn dis Hüsli?
Wer butzt dir dini Schuh?
Wo holsch du alli Nüssli?
Wer sticht dir d’Guetzli us?
Und wachsed d’Manderinli
im Gärtli vor em Hus?
Säg mir gschwind,
was ich dich froge.
Oder chasch du mir
das nöd verroote?
Der Samichlaus freut sich. Mit jedem Kind der Familie und den Eltern
spricht er und dann dürfen die Kinder den Sack mit den Köstlichkeiten
ausleeren.
Er verabschiedet sich und die Kinder winken ihm am Fenster stehend
nach. Zu schnell ist es Zeit ins Bett zu gehen. Glücklich sitzt Helen auf
dem Bettrand, als die Mutter zu ihr kommt.
„ Mama“, sagt sie “der Samichlaus hat auf dem Stiefel den gleichen Flick
wie Herr Peter, unser Nachbar.“
© Isobel Hess
07. Dezember 2o11
Eine Enttäuschung löst sich auf
Es ist der 1. Advent. Mit der Kerzenwärme geht Helen, das jüngste der
drei Kinder, in den Garten und setzt sich an den zugefrorenen Weiher
auf einen grossen Stein.
Es braucht 4 Kerzen bis Weihnachten, überlegt sie. Aber es gibt doch
noch etwas viel Wichtigeres, der Samichlaus muss doch in der Nähe sein.
Niemand spricht davon. Tage vergehen - es ist der 5. Dezember. Noch
einmal schlafen. Endlich ist der ersehnte Tag da.
Helen ist ganz aufgeregt und fragt die Mutter: „ Wann kommt der
Samichlaus“? Die Mutter ist vorsichtig und meint:“Das weiss ich auch nicht
so genau“. Langsam vergeht der Tag. Helen mag nicht so richtig spielen,
sie ist etwas aufgeregt. Sie übt auch immer wieder das Verslein. Es ist
Bettzeit und der Samichlaus ist nicht gekommen.
Traurig schaut sie die Mutter an und sagt: “Der Samichlaus hat mich
vergessen.“ Die Mutter tröstete und erwidert: “Er muss viele Kinder
besuchen.“ Helen liegt lange wach, endlich schläft sie ein. Früh am
Morgen hört sie ein Glöcklein und schlüpft schnell aus dem Bett. Ein Zettel
liegt vor der Tür. Die Mutter liest vor: „Ich komme heute zu dir,
Samichlaus.“ „Juhui!“ jubelt Helen.
Es wird Abend und wie angesagt läutet der Samichlaus an der Tür. Er
trägt ein rotes Buch, einen grossen braunen Sack, schwarze Stiefel und
ein blaues Gewand mit roter Verzierung. Helen ist ganz aufgeregt und will
gleich ihr Verslein aufsagen:
Samichlaus säg du mir gschwind,
bisch du gsi bi allne Chind?
Wo hesch du denn dis Hüsli?
Wer butzt dir dini Schuh?
Wo holsch du alli Nüssli?
Wer sticht dir d’Guetzli us?
Und wachsed d’Manderinli
im Gärtli vor em Hus?
Säg mir gschwind,
was ich dich froge.
Oder chasch du mir
das nöd verroote?
Der Samichlaus freut sich. Mit jedem Kind der Familie und den Eltern
spricht er und dann dürfen die Kinder den Sack mit den Köstlichkeiten
ausleeren.
Er verabschiedet sich und die Kinder winken ihm am Fenster stehend
nach. Zu schnell ist es Zeit ins Bett zu gehen. Glücklich sitzt Helen auf
dem Bettrand, als die Mutter zu ihr kommt.
„ Mama“, sagt sie “der Samichlaus hat auf dem Stiefel den gleichen Flick
wie Herr Peter, unser Nachbar.“
© Isobel Hess
Montag, 3. Dezember 2012
Martha's Advents-Box 2012 *** 3. Dezember
NEU: Martha's Advents-Box 2012 *** 3. Dezember (von Martha Stadlmair) (03.12.2012)
3. Dezember 2011
Weihnachten der Tiere
Zu Heiligabend bescheren wir auch die Vögel in unserem Garten. Das
Vogelhäuschen wird mit Tannenreisern und roten Äpfelchen geschmückt
und die karge Winterkost mit frischen Hirsekolben aufgebessert.
Hinter der Gardine versteckt, beobachten die Kinder das Treiben rund um
das Vogelhäuschen. Sie entdecken Zeisige, Rotkehlchen, Finken, ja sogar
der scheue Zaunkönig lässt sich blicken.
Da schleicht die fette Nachbarskatze heran. Es ist nicht der Hunger, der
sie hertreibt – üble Mordlust schillert in ihren grünen Augen. Und bevor
die Kinder es begriffen haben, peitscht ihr Schwanz den glitzernden
Schnee, sie setzt an zum Sprung, fliegt schier durch die Luft und schon
hat sie eines der Federbündel erwischt.
Die Vögel fliegen davon. Zeternd hocken sie im Schutz der dichten
Dornenhecke. Das Vogelhäuschen liegt verwaist. Die Katze verlässt den
Ort ihrer Untat, ganz so als sei sie sich keiner Schuld bewusst. Umsichtig
setzt sie eine Pfote vor die andere und hinterlässt eine niedlich
hingetupfte Perlenschnur im frischen Schnee.
Die Kinder stürzen hinaus. „Du böse, böse Katze!“ schimpft das kleine
Mädchen. Der Junge nimmt das tote Vögelchen in die Hand – ein
Rotkehlchen. Matt hängt sein Köpfchen zur Seite. Die Augen sind offen
und glänzend, noch ganz lebendig, als sei es, vom Tod überrascht, noch
nicht dazu gekommen, den Ausdruck des Gestorben-Seins zuzulassen.
„Noch nicht einmal gefressen hat sie es“, klagt das Mädchen. „Nur ein
wenig herumgeworfen und dann liegengelassen.“ Sie deutet auf die
zarten Flaumfederchen rund um das Vogelhäuschen. Ich versuche zu
trösten. „Sicher war der Vogel alt und krank“, sage ich mit wenig
Überzeugung. „Das ist der Lauf der Natur.“
Die Kinder schweigen. Sorgsam betten sie das Vögelchen in ein Loch, das
sie mühsam in den gefrorenen Boden gescharrt haben.
Sie sprechen es nicht aus. Vielleicht um mich zu schonen. Aber auch sie
wissen: der Vogel war nicht alt und krank. Er war nur hungrig und die
vorbereitete Futterstelle bot verlockende Sättigung ganz ohne Mühe.
Die Vögel werden wieder kommen. Und die Katze wird sich wieder einen
herausfangen und ihn töten ohne zu fressen.
Denn die Katze ist satt.
© Ulrike Blatter
3. Dezember 2011
Weihnachten der Tiere
Zu Heiligabend bescheren wir auch die Vögel in unserem Garten. Das
Vogelhäuschen wird mit Tannenreisern und roten Äpfelchen geschmückt
und die karge Winterkost mit frischen Hirsekolben aufgebessert.
Hinter der Gardine versteckt, beobachten die Kinder das Treiben rund um
das Vogelhäuschen. Sie entdecken Zeisige, Rotkehlchen, Finken, ja sogar
der scheue Zaunkönig lässt sich blicken.
Da schleicht die fette Nachbarskatze heran. Es ist nicht der Hunger, der
sie hertreibt – üble Mordlust schillert in ihren grünen Augen. Und bevor
die Kinder es begriffen haben, peitscht ihr Schwanz den glitzernden
Schnee, sie setzt an zum Sprung, fliegt schier durch die Luft und schon
hat sie eines der Federbündel erwischt.
Die Vögel fliegen davon. Zeternd hocken sie im Schutz der dichten
Dornenhecke. Das Vogelhäuschen liegt verwaist. Die Katze verlässt den
Ort ihrer Untat, ganz so als sei sie sich keiner Schuld bewusst. Umsichtig
setzt sie eine Pfote vor die andere und hinterlässt eine niedlich
hingetupfte Perlenschnur im frischen Schnee.
Die Kinder stürzen hinaus. „Du böse, böse Katze!“ schimpft das kleine
Mädchen. Der Junge nimmt das tote Vögelchen in die Hand – ein
Rotkehlchen. Matt hängt sein Köpfchen zur Seite. Die Augen sind offen
und glänzend, noch ganz lebendig, als sei es, vom Tod überrascht, noch
nicht dazu gekommen, den Ausdruck des Gestorben-Seins zuzulassen.
„Noch nicht einmal gefressen hat sie es“, klagt das Mädchen. „Nur ein
wenig herumgeworfen und dann liegengelassen.“ Sie deutet auf die
zarten Flaumfederchen rund um das Vogelhäuschen. Ich versuche zu
trösten. „Sicher war der Vogel alt und krank“, sage ich mit wenig
Überzeugung. „Das ist der Lauf der Natur.“
Die Kinder schweigen. Sorgsam betten sie das Vögelchen in ein Loch, das
sie mühsam in den gefrorenen Boden gescharrt haben.
Sie sprechen es nicht aus. Vielleicht um mich zu schonen. Aber auch sie
wissen: der Vogel war nicht alt und krank. Er war nur hungrig und die
vorbereitete Futterstelle bot verlockende Sättigung ganz ohne Mühe.
Die Vögel werden wieder kommen. Und die Katze wird sich wieder einen
herausfangen und ihn töten ohne zu fressen.
Denn die Katze ist satt.
© Ulrike Blatter
Sonntag, 2. Dezember 2012
Advent am Obertor
NEU: Stadt Diessenhofen *** Advent am Obertor
(von Dieter Ritter) (03.12.2012)
Advent am Obertor
Ein Adventsmarkt verwandelte am Sonntagnachmittag den Platz zwischen
Obertor und Sternen in Diessenhofen zu einem Ort der Begegnung. Frisch
gefallener Schnee verzauberte die Szenerie und sorgte für
Weihnachtsstimmung.
Zwischen 18 Ständen drängten sich die Gäste und bewunderten
Kunsthandwerk aus der Region. Es war ein Markt für Weihnachtsgeschenke.
Zum Beispiel Selbstgestricktes, Drechslerarbeiten oder selbstgemachtes
Weihnachtsgebäck standen zur Auswahl. Familie Butti bot im mit
Lichterketten dekorierten Wintergarten vor ihrem Eisenwarengeschäft
eine Fülle von weihnachtlichen Gestecken und Dekorartikeln an.
Am Stand der Metzgerei Del Grosso gab es Grilliertes. Im geheizten
Festzelt vor dem Hirschen tischte Ruedi Wälti Raclette auf. Dort sorgte
das Handorgel-Duo Heidi Kessler und „Oergeli-René“ aus Hemishofen mit
volkstümlicher Musik für Stimmung.
Höhepunkt des Nachmittags war der Auftritt der Stadtmusik
Diessenhofen. Trotz Kälte von Null Grad und leichtem Schneeregen spielte
sie unter freiem Himmel.
Viel Spass für Kinder
Auch für die Kinder war der Anlass ein Riesenspass. Sie durften bei Ronja
Weilenmann auf den Ponys Molly oder Grimuer reiten. Natascha Schmid
bot Kinderschminken an. Sie verwandelte die Mädchen in Prinzessinnen
oder Feen, die Buben wollten lieber Spiderman oder Batman sein.
Delia Butti erzählte altbekannte Märchen von Andersen und aus der
Sammlung der Gebrüder Grimm. Mit verstellter Stimme imitierte sie die
Helden der Geschichten und betonte dramatisch das Geschehen. Mit
grossen Augen und mucksmäuschenstill versanken die Kinder in die Welt
der Schneekönigin oder vom bösen Wolf und den sieben Geisslein.
Der Aufwand hat sich gelohnt
Die Marktstände stellte die Stadtgemeinde gratis zur Verfügung. Priska
und Pius Butti und ihre Mitarbeiter haben sie aufgestellt. Familie Butti hat
den Markt organisiert und das Festzelt und die Werbung finanziert. Die
Aussteller beteiligten sich mit einem Unkostenbeitrag.
„Total brauchten wir mindestens 50 Arbeitsstunden, um alles
vorzubereiten. Uns ist es das Wert. So können wir unseren Kunden für
ihre Treue etwas zurückgeben“ zog Pius Butti Bilanz.
Dieter Ritter (dr)
© Text und Fotos von Dieter Ritter

Die Stadtmusik Diessenhofen spielte trotz garstigem Wetter unter freiem Himmel

Ronja lässt Valerie auf ihrem Pony Grimuer reiten

Delia Butti zeigt den Kindern die schönen Bilder zum Märchen, das sie ihnen vorliest

Natascha Schmid schminkt Dario. Er ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden
(von Dieter Ritter) (03.12.2012)
Advent am Obertor
Ein Adventsmarkt verwandelte am Sonntagnachmittag den Platz zwischen
Obertor und Sternen in Diessenhofen zu einem Ort der Begegnung. Frisch
gefallener Schnee verzauberte die Szenerie und sorgte für
Weihnachtsstimmung.
Zwischen 18 Ständen drängten sich die Gäste und bewunderten
Kunsthandwerk aus der Region. Es war ein Markt für Weihnachtsgeschenke.
Zum Beispiel Selbstgestricktes, Drechslerarbeiten oder selbstgemachtes
Weihnachtsgebäck standen zur Auswahl. Familie Butti bot im mit
Lichterketten dekorierten Wintergarten vor ihrem Eisenwarengeschäft
eine Fülle von weihnachtlichen Gestecken und Dekorartikeln an.
Am Stand der Metzgerei Del Grosso gab es Grilliertes. Im geheizten
Festzelt vor dem Hirschen tischte Ruedi Wälti Raclette auf. Dort sorgte
das Handorgel-Duo Heidi Kessler und „Oergeli-René“ aus Hemishofen mit
volkstümlicher Musik für Stimmung.
Höhepunkt des Nachmittags war der Auftritt der Stadtmusik
Diessenhofen. Trotz Kälte von Null Grad und leichtem Schneeregen spielte
sie unter freiem Himmel.
Viel Spass für Kinder
Auch für die Kinder war der Anlass ein Riesenspass. Sie durften bei Ronja
Weilenmann auf den Ponys Molly oder Grimuer reiten. Natascha Schmid
bot Kinderschminken an. Sie verwandelte die Mädchen in Prinzessinnen
oder Feen, die Buben wollten lieber Spiderman oder Batman sein.
Delia Butti erzählte altbekannte Märchen von Andersen und aus der
Sammlung der Gebrüder Grimm. Mit verstellter Stimme imitierte sie die
Helden der Geschichten und betonte dramatisch das Geschehen. Mit
grossen Augen und mucksmäuschenstill versanken die Kinder in die Welt
der Schneekönigin oder vom bösen Wolf und den sieben Geisslein.
Der Aufwand hat sich gelohnt
Die Marktstände stellte die Stadtgemeinde gratis zur Verfügung. Priska
und Pius Butti und ihre Mitarbeiter haben sie aufgestellt. Familie Butti hat
den Markt organisiert und das Festzelt und die Werbung finanziert. Die
Aussteller beteiligten sich mit einem Unkostenbeitrag.
„Total brauchten wir mindestens 50 Arbeitsstunden, um alles
vorzubereiten. Uns ist es das Wert. So können wir unseren Kunden für
ihre Treue etwas zurückgeben“ zog Pius Butti Bilanz.
Dieter Ritter (dr)
© Text und Fotos von Dieter Ritter
Die Stadtmusik Diessenhofen spielte trotz garstigem Wetter unter freiem Himmel
Ronja lässt Valerie auf ihrem Pony Grimuer reiten
Delia Butti zeigt den Kindern die schönen Bilder zum Märchen, das sie ihnen vorliest
Natascha Schmid schminkt Dario. Er ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden
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