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Donnerstag, 2. Mai 2013

DelawareUSA - Ein Haus für 300'000 "Steuer-Flüchtlinge"




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Samstag, 13. April 2013

Zypriotische Banken, etwas unter die Lupe genommen




 Zypriotische Banken, 
etwas unter die Lupe genommen


Da habe ich eben einmal nachgeschaut, wie diese denn bei den EU-
weiten "Stresstests" der Jahre 2010 und 2011 abgeschnitten hatten. 
Waren diese da durchgefallen, hatte es also Warnsignale in Bezug auf 
Zypern gegeben?




Mitnichten!

Sowohl die "Bank of Cyprus" als auch die Laiki bestanden sowohl 2010 
als auch 2011.

Und in beiden Jahren schütteten beide Banken Dividenden aus. 
Eigenkapital, welches 2013 bitter notwendig gewesen wäre.

Das zeigt auch wieder einmal, was von diesen "Stresstests" zu halten ist, 
welche wohl eigentlich den Pöbel (= uns?) ruhig stellen sollen.

Was sind das auch für "Stresstests", die als schlimmstmögliche 
Abweichung der Zukunft Werte berechnen, welche auf Problemen DER 
VERGANGENHEIT beruhen. Dazu fällt mir Nassim Nicholas Taleb ein: 
"Machen akademische Grade blind für diese elementaren Konzepte?"

Das erinnert mich an die Generäle, die im Zweiten Weltkrieg den Ersten 
Weltkrieg wiederholen wollten.

Da wie dort gab es aber jeweils... (weiterlesen...)



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Donnerstag, 14. März 2013

Vorbildlicher Schweizer Volksentscheid





 Vorbildlicher Schweizer Volksentscheid

Bin mal gespannt, in welcher Form die Schweiz die Vorgaben des 
jüngsten Volksentscheides umsetzen wird. Innerhalb eines Jahres muss 
dies geschehen, wenn ich das richtig verstanden habe.


Den Volksentscheid und besonders dessen Ergebnis fand ich klasse. Er 
gibt Aktionären wieder Macht in die Hand - sie selber können bestimmen, 
wie hoch die Vergütung der Vorstandsmitglieder sein soll. Keine 
Klüngelrunden im kleinen Kreis, die sich selber die Höhe von 
Bonuszahlungen etc. zuschustern - nein, das muss öffentlich von den 
Aktionären = Eigentümern des Unternehmens abgesegnet werden!

Finde ich famos. Übrigens viel besser als die Regelung, welche die EU 
vorgesehen hat: Ab 2014 sollen da die Bonuszahlungen bei Banken 
maximal das Doppelte des Festgehalts betragen.

Ehrlicher finde ich es da, dass die Eigentümer selber entscheiden sollen. 
Und die Eigentümer sind nun einmal die Aktionäre. Seit einigen Tagen gibt 
es Signale, dass sich auch in der EU etwas in dieser Richtung bewegen 
könnte.

Der Spiegel zitiert die Bundeskanzlerin so: "Sie finde es sehr gut, dass die 
EU nun einen Vorschlag erarbeite, wie nicht mehr allein die Aufsichtsräte, 
sondern auch die Aktionärshauptversammlungen die Spitzengehälter 
festlegen können." Da sind sich die Bundeskanzlerin und ich einig (ob sie 
das weiß?).

Im Grunde eine Selbstverständlichkeit. Die Aktionäre sollen ein Wörtchen 
mitreden - nicht nur das, sie sollen die Bezüge der Manager, welche für 
sie arbeiten, kontrollieren können. Auch deren Bonuszahlungen, "goldene 
Handschläge", Altersvorsorge etc. pp.

Da kann man doch nichts gegen haben, oder?

Kann man.

Der BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie) kann. "In Deutschland 
besteht kein Bedarf für eine gesetzliche Neuregulierung", heißt es von 
dort. Dies sei ein "echter Wahlkampf-Schnellschuss".

Aha. Nehmen wir zur Kenntnis. Die angedachten Maßnahmen finde ich 
sehr, sehr positiv. Übrigens: Auch wenn es "nur" aus wahltaktischen 
Gründen geschieht. Selbst wenn jemand aus den falschen Gründen das 
Richtige tut, ist mir dies immer noch besser, als wenn dieses Gute ganz 
unterbleibt. 

Soviel für heute!

Michael Vaupel

Diplom-Volkswirt / M.A.
Chefredakteur Traders Daily

Dienstag, 5. März 2013

Mann des Tages - Thomas Minder


(von Michael Vaupel) 05.03.2013



Mann des Tages -
Thomas Minder


Herrlich, sprach der Fürst von Sachsen! Der von Thomas Minder
initiierte Schweizer Volksentscheid war erfolgreich. "Volk gegen
Abzockerei" - laut amtlichem Endergebnis stimmten 67,9% für die
vorgeschlagene Verschärfung des Aktienrechts.


Hier zunächst nochmals der genaue Wortlaut aus dem Initiativtext:

"Die Generalversammlung stimmt jährlich über die Gesamtsumme aller 
Vergütungen (Geld und Wert der Sachleistungen) des Verwaltungsrates, 
der Geschäftsleitung und des Beirates ab. 

Sie wählt jährlich die Verwaltungsratspräsidentin oder den 
Verwaltungsratspräsidenten und einzeln die Mitglieder des 
Verwaltungsrates und des Vergütungsausschusses sowie die 
unabhängige Stimmrechtsvertreterin oder den unabhängigen 
Stimmrechtsvertreter. 

Die Pensionskassen stimmen im Interesse ihrer Versicherten ab und 
legen offen, wie sie gestimmt haben. Die Aktionärinnen und Aktionäre 
können elektronisch fernabstimmen; die Organ- und
Depotstimmrechts-
Vertretung ist untersagt."

Alles initiiert von einem Mann, Thomas Minder. Guter Mann. Parteilos, 
Kleinunternehmer, aus dem von Vater Rhein begünstigten Kanton 
Schaffhausen. 



Ein Mann gegen das Establishment. Wirtschaftsverbände steckten zig 
Tausende in Zeitungsanzeigen GEGEN diese Initiative. Es hat nichts 
genützt. Der Volksentscheid war erfolgreich, Volkes Stimme hat 
gesprochen.

Die Schweiz hat die schöne Regelung, dass solche erfolgreichen 
Volksentscheide für die Politik bindend sind. Innerhalb eines Jahres muss 
eine entsprechende gesetzliche Regelung erfolgen.

Und wissen Sie was? Das freut mich ungemein! 

Denn dann werden hoffentlich Dinge wie diese unterbunden. Moment, ich 
lege gerade einmal den Reichsapfel beiseite. Also: Beispiel UBS. Haben 
Sie vielleicht mitbekommen. UBS vermeldete für 2012 einen Verlust von 
2,5 Milliarden Franken. 

Bonuszahlungen für das Top-Management? Ebenfalls 2,5 Milliarden!

Da kann man sich doch nur ans Haupt fassen. Und Thomas Minder 
dankbar sein, sehr dankbar. Seine Initiative bringt den Aktionären mehr 
Macht. 

Sie werden laut Volksentscheid in Zukunft explizit darüber abstimmen, 
wie hoch die Gesamtsumme der Vergütungen sein soll. Und ob es dann 
noch so leicht sein wird, angesichts eines Verlustes von 2,5 Mrd. Franken 
Bonuszahlungen von 2,5 Mrd. Franken durchzubekommen?

Wohl kaum bzw. ich hoffe es doch sehr, dass solche Exzesse dann 
erfolgreich unterbunden werden können!

Thomas Minder - DANKE.

Mit dankbarem Gruß,

Michael Vaupel
Diplom-Volkswirt / M.A.


Mittwoch, 20. Februar 2013

Auch für Österreich, Luxemburg und Deutschland...





Auch für Österreich, Luxemburg und
Deutschland...


Nachdem ich mich noch Anfang der Woche darüber geärgert hatte,
dass der Präsident von Novartis nach seinem Rücktritt ein "Beratergehalt"
von insgesamt 72 Millionen Franken erhalten soll, verteilt über 6 Jahre,
nun eine erfreuliche Meldung:

Es gibt Gegenwehr. Die öffentliche Meinung hat doch etwas bewirkt, die
Zusage besagter Zahlungen wird zurückgenommen.


Und dann ist da noch Thomas Minder, parteiloser Schweizer Ständerat 
(Kanton Schaffhausen, gefällt mir als Rheinländer natürlich sowieso). 
Guter Mann. Denn: Er ist Initiator einer Volksinitiative "gegen Abzockerei". 
Da geht es um konkret um Managergehälter.



Unsere Brüder und Schwestern in der Schweiz haben es diesbezüglich 
gut, denn am 3. März können sie darüber abstimmen. Ich habe mir den 
Initiativtext angeschaut. Klasse!

Lesen Sie sich zum Beispiel folgende Zeilen aus dem Initiativtext durch - 
geht doch runter wie Öl:

"Die Generalversammlung stimmt jährlich über die Gesamtsumme aller 
Vergütungen (Geld und Wert der Sachleistungen) des Verwaltungsrates, 
der Geschäftsleitung und des Beirates ab. Sie wählt jährlich die 
Verwaltungsratspräsidentin oder den Verwaltungsratspräsidenten und 
einzeln die Mitglieder des Verwaltungsrates und des Vergütungsausschusses 
sowie die unabhängige Stimmrechtsvertreterin oder den unabhängigen 
Stimmrechtsvertreter. 

Die Pensionskassen stimmen im Interesse ihrer Versicherten ab und 
legen offen, wie sie gestimmt haben. Die Aktionärinnen und Aktionäre 
können elektronisch fernabstimmen; die Organ- und Depotstimmrechts-
Vertretung ist untersagt."

Das Gute daran: Dies ist keine utopische Wunschvorstellung, sondern 
realistische Möglichkeit geworden. Dank Thomas Minder. Sollte die 
Initiative erfolgreich sein, muss sie spätestens innerhalb eines Jahres 
gesetzliche Wirkung erlangen.

Und die Chancen stehen durchaus gut. Laut Tages Anzeiger würden 
derzeit rund 57% der Stimmberechtigten für diese Initiative stimmen.

Und so spielt möglicherweise auch der Ex-Präsident von Novartis seine 
Rolle. Denn wer weiß, vielleicht sind zahlreiche Stimmberechtigte erst 
durch ihn (72 Millionen Abfindung!) auf die Thematik aufmerksam gemacht 
worden. 

Und gerechter Zorn kann in diesem Fall in eine konkrete Handlungs-
Möglichkeit kanalisiert werden. Wieso fällt mir genau in dem 
Zusammenhang ein Zitat ein - siehe "Zitat des Tages"...

Die Schweizer/innen haben es da gut! Die Schweizer Mitglieder der 
Latschariplatz-Community können ihre Möglichkeit zur Stimmabgabe am 
3. März nutzen.!

So eine Initiative wünsche ich mir auch für Österreich, Luxemburg und 
Deutschland. Ja, ich weiß, die Gesetzeslage ist dort unterschiedlich in 
Bezug auf Volksabstimmungen. Aber wünschen kann ich es mir doch, 
oder?

Mit herzlichem Gruß!

Ihr

Michael Vaupel
Diplom-Volkswirt / M.A.
Chefredakteur Traders Daily
Koblenzer Straße 99
53177 Bonn


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Dienstag, 5. Februar 2013

Die Geschichte des Karl August (Auswandern nach Brasilien)




Die Geschichte des Karl August 

(Auswandern nach Brasilien)

http://www.copacabana.li/zukunft.html






Das war die beste Entscheidung in meinem ganzen, bisherigen
Leben!“ verkündet Karl August bei jeder Gelegenheit mit
glänzenden Augen!

Der heute 63-Jährige Deutsche aus Dortmund hat es geschafft:
Er konnte sich aus der immer intensiver werdenden Umklammerung
der Europäischen Union befreien und lebt nun am Traumstrand der
Copacabana in Rio de Janeiro! Sein bescheidenes Einfamilienhaus
hat er bewusst "geopfert"

Siehe dazu den Beitrag
"Immobilien- und Wohnungs-Preise in Deutschland sinken!"

Die eher bescheidene Rente erlaubt dem Aussiedler Karl
August heute einen Lebensstil und -Standard zu führen, der
in Europa schlichtweg undenkbar wäre!


Da, wo viele seiner Landsleute für teures Geld Urlaub machen,
besitzt er nun eine kleine Eigentumswohnung und führt ein rundum
zufriedenes, problembefreites Leben! Am Abend trifft er sich hin
und wieder mit seinen zahlreichen, hier niedergelassenen
Freunden aus Deutschland, Oesterreich und der Schweiz auf ein
Bier oder zu einer Fernseh-Live-Übertragung eines Spiels seines
geliebten BVB (über NET oder SKY-Empfang möglich!).

Seine brasilianische Freundin und ihre Kolleginnen fiebern, jubeln
und leiden mit der gleichen Fussball-Begeisterung mit!

Der Traum für seinen 3. Lebens-Abschnitt wurde Wirklichkeit!
Karl August, der bisher rackerte und sparte, tagtäglich ... (weiterlesen...) 




Dienstag, 29. Januar 2013

Wenn Ihr Nachbar sich 20.000 Euro leiht...

NEU: Rund um Geld, Vermögen, Rente, etc. *** Wenn Ihr Nachbar sich 20.000 Euro leiht... (von Michael Vaupel) (29.01.2013)



Wenn Ihr Nachbar sich 20.000 Euro leiht...

"So soll der Wohlstand neu bemessen werden", las ich gestern in der
Süddeutschen. Ich zitiere: "Derzeit ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP)
der gängigste Gradmesser des wirtschaftlichen Wohlergehens.
 

Es misst den Wert aller Güter und Dienstleistungen, die in einem Jahr 
erstellt werden. Seit jeher stößt dieser Ansatz auf Kritik. Denn das BIP 
sagt nichts darüber aus, unter welchen sozialen und ökologischen 
Bedingungen in einem Land gewirtschaftet wird."

Und an diesen Worten ist kein Falsch. Bereits vor mittlerweile 
Jahrzehnten (Highlander?) befasste ich mich mit dieser Thematik und 
fand, dass z.B. Schäden an der Umwelt oder Schuldenstand 
Berücksichtigung finden müssen, wenn so etwas wie ein 
"Jahreswohlstandsbericht" erstellt werden soll.

 

Allgemein wird dabei immer auf das BIP verwiesen, da sah und sehe ich 
diverse Schwächen.

Ein Beispiel: Das BIP lässt sich durchaus steigern, durch massive 
staatliche Ausgabenprogramme, mit Schulden finanziert. Laut allgemeiner 
Ansicht ist das dann "gut", weil es ein Wachstum des BIP gab.

Doch schauen Sie sich dazu eine Analogie eine Stufe kleiner an. Wenn Ihr 
Nachbar 100% seines Einkommens konsumiert, und nichts spart....und 
dann noch einen Konsumentenkredit über 20.000 Euro aufnimmt und 
komplett ausgibt. 

Würden Sie dann ernsthaft behaupten, sein "Einkommen sei um 20.000 
Euro gestiegen"?

Die naheliegende Anwort besteht aus zwei Worten: "Wohl kaum"!

Wenn der Nachbar sich Geld leiht und das ausgibt, dann... (weiterlesen...)



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